In Wald investieren – Klima schützen – Biodiversität fördern – Vermögenswerte entwickeln

Unser Dauerwaldkonzept verbindet langfristige Holznutzung mit Baumartenvielfalt, Habitatbäumen und nutzungsfreien Teilflächen. Eine unternehmerische Beteiligung mit Chancen und Risiken: Erträge und Kapitalerhalt sind nicht garantiert; ein Totalverlust ist möglich.

Ihr Engagement für Wald und Klima:

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Geplantes CO₂-Zertifikatsangebot (nur für Gewerbetreibende).

Stand 24.09.2026: Für Verra-Projekt 4074 ist die Freigabe von Registrierung und Verifizierung beantragt; noch keine VCUs ausgegeben.

Projekt- und Risikohinweise

Diese Website stellt unser Wald- und Zertifikatskonzept werblich vor. Sie ist kein Investitions- oder Kaufangebot und keine Anlageberatung. Derzeit werden keine Beteiligungen öffentlich angeboten; über diese Website werden weder Beteiligungen noch CO₂-Zertifikate verkauft.

Verra-Projekt 4074, Stand 1. Oktober 2026: Die Freigabe von Registrierung und Verifizierung ist beantragt. Noch sind keine CO₂-Gutschriften (VCUs) ausgegeben.

Baumarten- und Strukturvielfalt sowie standortgerechte Bewirtschaftung können Kalamitätsrisiken mindern. Waldschäden und CO₂-Freisetzungen bleiben möglich. Der VCS-Buffermechanismus sieht für anerkannte Kohlenstoffverluste die Löschung von Puffereinheiten vor.

Unternehmerische Waldinvestitionen unterliegen Natur-, Markt-, Währungs- und Liquiditätsrisiken bis zum Totalverlust. Erträge, Kapitalerhalt und Zertifikatserlöse sind nicht garantiert.

Für einen etwaigen späteren Erwerb sind die dann geltenden Vertragsbedingungen und die hierfür bereitgestellten vollständigen Angebots- und Risikounterlagen, gegebenenfalls einschließlich eines Verkaufsprospekts und seiner Nachträge, zu prüfen. Die Verantwortung für die Richtigkeit dieser Website bleibt unberührt.

Unsere Waldflächen in Atlantik-Kanada

Unsere Waldflächen im Naturpark Südharz

Biodiversität im Burgwald Hohnstein

Förderung der Biodiversität

Projektfortschritte

»Fazit: … alle relevanten Nachhaltigkeitskriterien, Prozesse und Strategien, die zur Zielerreichung des Waldinvestments „bürger:wald:invest“ erforderlich sind, [werden] in hohem Maße erreicht…«

R. Kant, Dipl.-Forstwirt

Rainer Kant, B.A.U.M.-Gutachten, März 2021: Bewertung des damaligen Konzepts anhand der vorgelegten Unterlagen.

»GNF und OroVerde haben einige übertragbare Inhalte (…) identifiziert, die für nachhaltige Waldinvestments richtungsweisend sein können. (Es) gibt (..) Waldbewirtschaftungskonzepte, die ökonomische mit ökologischen Aspekten kombinieren (…). Ökologische Nachhaltigkeit verspricht zum Beispiel die konsequente Umsetzung des Dauerwaldkonzepts. (…) Ein (…) wesentliches Charakteristikum von BWI (Bürger-Wald-Invest) ist die langfristige Walderhaltung.«

Fallstudie der Stiftungen Global Nature Fund und OroVerde

GNF/OroVerde, Fallstudie April 2023. Die Studie bewertet Ansätze des damaligen Projektstandes positiv.

Ökonomisch attraktiv

  • Langfristige Ertragschancen durch Investitionen in Wälder in Kanada und Deutschland
  • Geplante hochwertige CO2-Zertifikate aus den eigenen kanadischen Wäldern

Ökologisch konsequent

  • Naturnahe Waldbewirtschaftung statt Monokulturen
  • Widerstandsfähige Mischwälder durch Kahlschlagverbot und konsequent ökologische Bewirtschaftung
  • Langfristige rechtliche Absicherung für die Wälder

Professionalität und Expertise

  • Transparenz durch Technologie – Waldmanagement mit LiDAR-Daten und Stichproben vor Ort
  • Qualitätssicherung durch den ehem. Chef der Saarländischen Forstbehörde und Dauerwaldexperten Dipl.-Forstwirt W. Bode
  • Internationales Expertennetzwerk – die professionell verwaltete Alternative zum eigenen Wald

Unsere Leitinvestoren

Pilotprojekte sind darauf angewiesen, dass sich einige Investoren in besonderem Maße engagieren. Beim Bürger-Wald-Invest sind dies:

  • bürger:sinn:stiftung, Münster

  • CONSULTACT, Berlin mit Mechtild Erpenbeck

  • Prof. Dr. Rolf Hoffmann, Dermatologe in Freiburg

  • KJH GmbH, Warstein mit Markus Kirchhoff

  • VA Behrens-Gruppe Münster, mit Maximilian und H.-Christian Behrens

Über das Projekt

Wo und wie wird investiert

Ökonomisch attraktiv

Ökologisch konsequent

Professionalität und Expertise

Externe Gutachten und Bewertungen

Literatur & Links

Über das Projekt

Die bürger:wald:invest GmbH & Co. KG verfolgt das Konzept eines überwiegend mit Eigenkapital finanzierten Sachwertinvestments in deutsche und kanadische Wälder, die nach ausgewiesenen ökologischen Kriterien nachhaltig bewirtschaftet und dauerhaft genutzt werden. Auf diese Weise wird ein sinnvoller und effektiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet und zugleich das Ziel verfolgt, das Kapital solide anzulegen und angemessen zu verzinsen. Die ökologischen Investitions- und Bewirtschaftungskriterien für seine Wälder wurden durch den Fachausschuss Ökologie der bürger:sinn:stiftung – beraten von namhaften Forstexperten – erarbeitet. Und sie sind in der Satzung der Investitionsgesellschaft fest verankert, so dass sie langfristig Bestand haben können. So zeigt bürger:wald:invest, wie Ökologie und Ökonomie auf eine neue Weise nachhaltig versöhnt werden.

Dem Wald eine Zukunft abzusprechen, bedeutet, sie uns selbst abzusprechen.

Wälder produzieren Sauerstoff, den wir zum Atmen brauchen. Sie stellen – neben Ozeanen und Mooren – eine der größten CO2-Senken des Planeten dar und sind damit unentbehrlich für den Klimaschutz. Aber die Wälder sind krank – die deutschen zumal. Kann man angesichts dieses Befundes überhaupt noch in Wald investieren? Man kann nicht nur, man muss es sogar, und zwar so, dass diese Investition zur Widerstandskraft unserer Wälder beiträgt.

Tatsächlich gibt es wunderschöne und gleichzeitig sehr rentable Wälder in Deutschland, die heute trotz aller Trockenjahre prächtig dastehen. An deren waldbaulichen Prinzipien orientiert sich der bürger:wald:invest.

Das Konzept des bürger:wald:invest sieht vor, dass verantwortungsbewusste Anleger in Wälder investieren, die auf der Grundlage von sorgsam begründeten ökologischen Prinzipien ausgewählt und mit waldbaulich nachhaltigen Methoden in sogenannte Dauerwälder überführt werden. Diese Wälder können einen effektiven Beitrag gegen den Klimawandel leisten, denn Dauerwälder sind resilient und binden weit mehr CO2 als die so weit verbreiteten forstindustriellen Monokulturen. Außerdem werden wichtige Funktionen des Waldes gestärkt, z.B. der Artenschutz, die Funktion des Waldes als Wasserspeicher und -filter, seine Funktion als Luftfilter und sein Erholungswert für Mensch und Tier. Das Konzept sieht vor, dass Anleger gleichzeitig an den Erträgen aus ökologisch nachhaltiger Forstwirtschaft und der künftigen Produktion von besonders hochwertigen CO2-Zertifikaten aus dem kanadischen Carbon-Projekt partizipieren.

»Das Holz muss geerntet werden als Frucht des Waldes, der Wald aber muß bleiben«

Alfred Möller

Vergleich von Monokultur gegenüber einem Dauer-Mischwald

Beispielaufnahmen von unterschiedlichen Standorten.

Verantwortung übernehmen – begründet handeln – Sinn stiften

Leitsatz der bürger:sinn:stiftung, betraut mit der ökologischen Fachaufsicht des bürger:wald:invest

Wo und wie wird investiert

Bis Dezember 2020 wurden zu sehr günstigen Konditionen 41 Waldflächen mit einem Gesamtareal von knapp 2.000 Hektar (20 km²) rund um Doaktown in New Brunswick, einer Provinz im Südosten Kanadas (Atlantik-Kanada) erworben. Im Dez. 2023 wurde zur Arrondierung des Bestandes eine weitere Fläche von knapp 30 ha in Northumberland erworben.
Die Flächen liegen am Miramichi-River und seinen Nebenflüssen, die zu den weltweit bekanntesten Lachsgewässern zählen. Die erworbenen Waldflächen verfügen über mehr als 5 km Uferflächen an diesen Flussläufen.

Etwa 60% des Kapitals werden in Atlantik-Kanada investiert, weil sich die dortigen, weltweit einmaligen akadischen Mischwälder zur Überführung in naturnah bewirtschaftete Wälder besonders gut eignen. Zudem kosten die kanadischen Wälder je Hektar lediglich 10 – 15 % der deutschen Flächen, weshalb ihre wirtschaftliche Rentabilität deutlich besser ist. Gleichwohl sollen rund 40% des Kapitals in deutsche Wälder investiert werden, denn der bürger:wald:invest soll die vielfältigen Vorzüge einer naturnahen Waldwirtschaft für die Menschen auch vor eigener Haustür erfahrbar werden lassen und einen Beitrag zur so wichtigen Rettung der deutschen Wälder leisten.

Nach einer Suche von mehr als 15 Monaten und der näheren Prüfung von mehr als 10 Angeboten zum Kauf eines deutschen Waldes wurde Anfang 2022 in Thüringen inmitten des beliebten Wandergebietes Naturpark Südharz ein schöner Buchenmischwald mit gutem Holzbestand und einer Fläche von 98,7 ha (Rotwild-Eigenjagd) gefunden, der sich nach dem Urteil von Berater Wilhelm Bode hervorragend zur Überführung in einen Dauerwald eignet.

Warum Dauerwald?

Die Dauerwaldmethode nach Prof. Alfred Möller betrachtet den Wald als Gegenstand der Bewirtschaftung. Er unterscheidet sich aber wesentlich von den Prinzipien der klassischen Forstwirtschaft. Denn der Dauerwald versucht das Ertragsziel nicht gegen die natürlichen Prinzipien der Waldentwicklung zu erreichen, sondern gerade indem er im Einklang mit diesen arbeitet. So werden in der Altersstruktur diversifizierte Mischwälder bevorzugt, wie sie in Mitteleuropa seit Jahrtausenden heimisch waren, und es wird auf die natürliche Verjüngung durch Mutterbäume, schonende Erntetechniken, hinreichende Totholzanteile im Wald und die Einrichtung von Schutzzonen für Pflanzen und Tiere gesetzt. Die selektive Holznutzung (Kahlschlagverbot) und der Schutz des Wasserhaushalts im Wald sind weitere zentrale Merkmale der Dauerwaldmethode.

Eine bedeutende Folge dieser naturnahen Bewirtschaftung ist die hohe Resilienz der Dauerwälder gegen jede Art von Kalamitäten, seien es Trockenheit und Borkenkäfer, Sturmschäden oder Feuer. Und nicht zuletzt entstehen so unvergleichlich schöne Mischwälder, die stets ein Mehrgenerationenhaus bilden, das die nachwachsenden Bäume im natürlichen Schutz der Elternbäume heranzieht.

Die Dauerwaldwirtschaft wird in Deutschland seit Jahrzehnten in zahlreichen privaten Forstbetrieben praktiziert; Wilhelm Bode schätzt ihre Zahl unter Einbeziehung traditioneller Plenterwälder auf rund 200. Unter den langjährig bewirtschafteten Beispielbetrieben finden sich zahlreiche größere Privatforste, darunter traditionell auch Betriebe adeliger Eigentümerfamilien. Für viele dieser Betriebe spielen neben ökologischen Zielen insbesondere wirtschaftliche Gesichtspunkte eine wichtige Rolle.

Für die wirtschaftliche Stabilität spricht insbesondere die höhere Resilienz strukturreicher, ungleichaltriger Wälder gegenüber bestimmten Störungen. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen für solche Bewirtschaftungssysteme geringere Schäden beziehungsweise eine schnellere wirtschaftliche Erholung nach Störungen als bei vergleichbaren gleichaltrigen Systemen. Langjährig nach Dauerwaldprinzipien bewirtschaftete Einzelbetriebe berichten zudem über hohe Stammholzanteile und teilweise Waldreinerträge von mehreren hundert Euro je Hektar und Jahr. Ältere Betriebsauswertungen nennen für besonders erfolgreiche Dauerwaldbetriebe Größenordnungen von etwa 300 bis über 600 Euro je Hektar; diese Werte sind jedoch keine statistisch repräsentativen Durchschnittswerte aller Dauerwaldbetriebe.

Die Umsetzung des Konzepts in Deutschland und Kanada wird durch unsere Forstexperten vor Ort begleitet. Moderne Inventur- und Geodaten, darunter sogenannte LiDAR-Daten, unterstützen Planung und Kontrolle. Regelmäßige Inspektionen im Rahmen von Ortsterminen ergänzen das Controlling.

Die Karte zeigt exemplarisch das Erschließungskonzept eines unserer Grundstücke in Kanada. Durch den geplanten Abstand der Erschließungswege von 50 m statt 20 m beansprucht das Wegenetz bei gleicher Wegebreite weniger Waldfläche. Weitere Merkmale der bodenschonenden Anlage des Wegenetzes sind im nachstehenden Lageplan dargestellt.

Klimaschutz durch dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikate

Ursache der globalen Erwärmung sind insbesondere die CO₂-Emissionen, die zu ¾ aus der Verbrennung fossiler Energieträger wie Erdöl, Erdgas oder Kohle stammen. Ziel des weltweiten Klimaschutzes ist es darum, CO₂-Emissionen nach Möglichkeit zu vermeiden, zumindest aber zu reduzieren und die biogene Speicherung von CO₂ zu erhöhen.

Letzteres ist das Ziel der Kompensation des CO₂-Ausstoßes durch Waldzertifikate wie das Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikat. Denn Wälder sind als Sauerstoffproduzenten nicht nur die Lungen unseres Planeten, sondern zugleich eine CO₂-Senke: Sie können der Atmosphäre CO₂ entziehen. Damit sind sie ein wichtiges Mittel im Kampf gegen den Klimawandel. Gleichzeitig bieten sie Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten (Schutz der Biodiversität). Und sie regulieren den Wasserhaushalt und fördern die Nährstoffkreisläufe. Sie produzieren gleichzeitig einen wichtigen nachwachsenden Rohstoff, das Holz. Das alles unterscheidet sie von anderen Formen der CO₂-Kompensation.

Bäume und speziell intakte Waldgesellschaften produzieren durch die Photosynthese aus CO₂ und Sonnenlicht Biomasse und Sauerstoff (O₂). Im Holz der Bäume und im Waldboden wird der Kohlenstoff (C) langfristig gebunden. Anhand des Holzvolumens eines Baumes und weiterer Größen kann man die oberirdisch gebundene CO₂-Menge berechnen, die er durch sein Wachstum der Atmosphäre entzogen hat und bei entsprechender Verwendung auch im verarbeiteten Holz langfristig speichern kann. Kalamitäten (Störfälle), wie Sturmschäden, Waldbrände und Schädlingsbefall, die zur Kahllegung führen, können diesen biogenen Speicher schädigen und Kohlenstoff in der Form von CO₂ wieder freisetzen.

Deshalb ist es so wichtig, anstelle des bisher praktizierten Anbauprinzips, dem sogenannten Holzackerbau, auf eine systemische Holzerzeugung zu setzen. Eine dazu entwickelte Methode ist die in der Praxis einiger deutscher Forstbetriebe bewährte Dauerwaldwirtschaft. Sie strebt auf ganzer Fläche eines Forstbetriebes ein natürliches Gefüge von Wäldern an, die nach Baumarten, Höhe, Stärke und Alter gemischt sind. Solche Wälder kennen die genannten Kalamitäten – im Gegensatz zu den hierzulande verbreiteten Altersklassenwäldern mit Monokulturen aus Fichten oder Kiefern – aufgrund ihrer Natur kaum. Dauerwälder sind widerstandsfähige Wirtschaftswälder zur dauerhaften Holzerzeugung, ohne das natürliche Waldgefüge durch schlagweise Nutzung zu zerstören.

Die akadischen Mischwälder in Atlantik-Kanada und die Buchenmischwälder am Rande des Südharzes bilden die Grundlage unserer Dauerwaldbewirtschaftung. Das kanadische Carbon-Projekt verbindet diesen Ansatz mit dem Nachweis zusätzlicher Klimawirkung im VCS-Verfahren.

Einer unserer resilienten akadischen Mischwälder in Atlantik–Kanada

Anfrage & Reservierung

Wie es funktioniert

Etwa 50 – 60% der Biomasse werden langfristig aus der Nutzung genommen. So können diese Bäume für viele weitere Jahre CO₂ aus der Atmosphäre ziehen und in Form von Kohlenstoff langfristig in ihrem Holz binden.

Die o.g. Schonbestände in unseren Mischwäldern können weiter wachsen, CO₂ aus der Atmosphäre aufnehmen und Kohlenstoff im Holz binden. Im kanadischen Carbon-Projekt soll nachgewiesen werden, welche Klimawirkung zusätzlich geleistet wird, also über das Maß hinaus, das die Wälder bei der regional üblichen Bewirtschaftungsweise ohnehin erzielen würden. Welche Menge daraus als CO₂-Gutschriften ausgegeben werden kann, wird im Verra-Verfahren geprüft. Stand 24. September 2026: Für das Verra-Projekt 4074 sind die Freigabe von Registrierung und Verifizierung beantragt; VCUs sind noch nicht ausgegeben. Die deutschen Wälder gehören nicht zu diesem kanadischen Registerprojekt; ihre CO₂-Bindung wird seinen VCUs nicht zusätzlich zugerechnet.

Märchenhafter Zypressen-Mischwald mit unserem Team in New Brunswick

Was den Unterschied macht

Die geplanten dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikate werden nach dem Verra Verified Carbon Standard (VCS) aus Klimaschutzleistungen in kanadischen Wäldern generiert. Unternehmen können die VCUs nach einer weitgehenden Reduktion eigener Emissionen erwerben und zur Kompensation stilllegen. Die VCUs werden dabei getrennt von der betrieblichen Treibhausgasbilanz dokumentiert.

dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikate repräsentieren gleichermaßen auch die naturgemäße Waldbewirtschaftung vor unserer Haustür: in einem Buchenmischwald rund um Burg Hohnstein im Naturpark Südharz und in anderen deutschen Wäldern.

Mitarbeiter und Kunden Ihres Unternehmens können diesen wunderbaren Wald besuchen und Ihren Beitrag zum Klimaschutz hautnah erleben, während sie ihn durchwandern und seine wunderbar duftende Waldluft atmen. Und die bekannte Burg Hohnstein und ihre gemütliche Burggaststätte laden zum Verweilen ein. So wird der Klimaschutzbeitrag engagierter Unternehmen hier vor Ort eindrücklich erfahrbar.

Unser Buchenmischwald im Naturpark Südpark

In unserem Buchenmischwald im Naturpark Südharz. (Foto: Thomas Lochmüller)

dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikate stammen aus Waldbauprojekten in westlichen Industrieländern mit relativ hoher volkswirtschaftlicher, rechtlicher und politischer Stabilität. Wir setzen dabei auf langfristige Bewirtschaftungsregeln, fachliche Betreuung vor Ort und das Prüfverfahren nach dem VCS-Standard von Verra. So lässt sich unser Ansatz anhand konkreter Projektunterlagen nachvollziehen.

Die Bewirtschaftungsweise unserer Wälder nach der Dauerwald-Methode fördert nicht nur die CO₂-Bindung, sondern auch die anderen Ökosystemleistungen der Wälder, z.B. die Biodiversität von Flora und Fauna, die Filtrierung und Kühlung der Luft, das Lokalklima, die Regulierung des Wasser- und Nährstoffhaushalts, den Schutz von Lebensraum für Mensch und Tier etc.

Dauerwälder, die nach den Grundsätzen ihres Erfinders Prof. Möller bewirtschaftet werden, sind widerstandsfähig gegenüber Störfällen durch Waldbrand und andere Kalamitäten. GNF und OroVerde bewerten die Risikominderung unter den untersuchten Projektbedingungen positiv. Und die Bewirtschaftung zielt auf die Produktion von Wertholz: Wird dieses später in langlebigen Produkten verwendet, bleibt Kohlenstoff auch über die Lebensdauer der Bäume hinaus gebunden.

Klimaschutz - ernst gemeint

  • Für unser geplantes Angebot gilt: dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikate sollen keine Ablasszettel für CO₂-Emissionen sein. Die Käufer sollen sich verpflichten, ihre CO₂-Emissionen so weit wie möglich zu vermeiden und zu reduzieren.
  • Die Zertifikate sind nicht zum Weiterhandel vorgesehen, sondern sollen für den eigenen freiwilligen Klimabeitrag stillgelegt und verwendet werden.
  • Unser Anspruch: Waldprojekte, deren Wert über die reine Kohlenstoffspeicherung hinausgeht. Standortgerechte Bewirtschaftung, Lebensräume und Bodenschutz gehören für uns zusammen.

Die Zertifikate können aus rechtlichen Gründen nur an Gewerbetreibende abgegeben werden und sind nicht zum Handel vorgesehen.

Anfrage & Reservierung

Unterscheidende Merkmale unserer Dauer-Wald-Projekte

Die Wälder der kanadischen citizen:forest:invest in Atlantik–Kanada und der bürger:wald:invest am südlichen Harzrand werden zu naturreichen Kulturökosystemen entwickelt, die weit mehr schützenswerte Funktionen haben, als nur Holz zu produzieren und CO₂ zu binden.

Feuersalamander im Buchenwald bei Hohnstein | Foto: Bastian Kleinwechter

Biodiversität – Naturschutz

Die nachhaltige Förderung der Vielfalt von Tier- und Pflanzenwelt (Biodiversität) erfolgt u. a. durch

  • den Schutz durch Nutzungsverzicht von 5–10 % der Waldflächen (Rückzugsräume, Naturschutz)
  • Belassen von Totholz im Wald als Feuchtigkeits- und Nährstoffspeicher sowie als Lebensraum für Insekten und andere Kleinlebewesen
  • den dauerhaften Schutz des Waldsystems als Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, möglichst schonende Betriebstechniken und den konsequenten Verzicht auf reguläre Kahlschläge.

Der Luchs ist in den Harz zurückgekehrt

Kahlschlag beim Nachbarn in New Brunswick – kein guter Lebensraum für Tiere und Pflanzen

  • den dauerhaften Schutz von besonders alten und seltenen Bäumen (Habitatbäumen), die wichtigen Lebensraum für Vögel, Insekten, Fledermäuse und andere Tiere bieten und auch als hervorragende Saatbäume für die Naturverjüngung der Wälder dienen.

Berater Bode mit uralter Riesenkiefer in New Brunswick – alte Bäume haben im Dauerwald ihren festen Platz.

Selektive Holznutzung und schonende Erntemethoden

Nur durch eine selektive Holznutzung (Einzelbaumentnahme) anstelle von großflächigen Kahlschlägen bleiben die Waldökosysteme kontinuierlich erhalten. Nur indem die Früchte des Waldes schonend geerntet werden, ohne das Wesen des selbstregulierenden Waldsystems zu zerstören, können seine wesentlichen Funktionen geschützt werden:

  • Unterstützt durch eine gemischte Altersstruktur, bei der das Waldinnere mit Chlorophyll ausgefüllt wird, wird ein kühles, feuchtes und von Windruhe gekennzeichnetes Waldbinnenklima ermöglicht, das den Wald vor Austrocknung schützt und seine Widerstandsfähigkeit deutlich erhöht. Gerade in Zeiten der Klimaerwärmung ist dies von großer Bedeutung.

Dauerwald-Strategie – Waldinnenräume voller Chlorophyll – Windruhe und wunderbarer Duft | Foto: Rainer Kant

  • Durch schonende Erntemethoden werden Kleinlebewesen, Pilzgeflechte und die Kapillarsysteme im Waldboden geschützt und gefördert. Dies sowie die kontinuierliche Verbesserung des Oberbodens durch Laubabwurf sind sowohl für den Wasser- als auch für den Nährstoffhaushalt im Waldboden förderlich.

Effektiv und kurzfristig kostengünstig – Harvester – höheres Risiko für Waldböden

Langsamer und langfristig preiswerter – Rückepferde – schonen den Waldboden

  • Die Hochwasser-Katastrophen haben eindrücklich gezeigt, welche dramatischen Folgen es haben kann, dass die Wasserspeicher und -regulierungsfunktionen in den bewaldeten Hängen der Flusstäler gestört sind. Ein vielfältiger, gut strukturierter Wald und ein wenig verdichteter Waldboden können dazu beitragen, Niederschläge aufzunehmen und den Abfluss zu verzögern. Deshalb berücksichtigen wir den Wasserhaushalt bei der Bewirtschaftung. Der konsequente Schutz der Kapillarsysteme sowie der Wasserfiltrierungs- und ‑regulierungsfunktionen des Waldbodens ist deshalb von großer Bedeutung. Der weiträumige Schutz von Feuchtflächen, auch wenn sie nutzbaren Holzbestand aufweisen, ergänzt deshalb die schonenden Holzerntemethoden.

Großes, altes Moorauge in Kanada – ein riesiger CO2-Speicher. Wir schützen ihn großräumig

  • Zum Waldbodenschutz gehört auch die Bevorzugung der winterlichen Holzernte. Namentlich in Kanada setzen wir bevorzugt auf Winterernte bei ausreichend tief durchgefrorenem, tragfähigem Waldboden, sodass Belastungen der Bodenstruktur auf den Arbeitsstraßen verringert werden können.
  • Eine Beschränkung der Wege-Infrastruktur ist ein weiteres wichtiges Element des Waldbodenschutzes. Befestigte Wege werden sparsam angelegt, und der Abstand der permanenten Rückewege und -linien beträgt möglichst 60 m. Gegenüber dem üblichen Abstand von 20 m können so mehr als 10 % der Fläche vor Befestigung geschützt und für den Wald gerettet werden.

Mischwaldprinzip, Altersstruktur und Naturverjüngung

Die Zertifikate aus Dauerwald-Projekten werden in Wäldern generiert, die dem waldbaulichen Konzept der naturnahen Dauerwaldmethode folgen.

Die Dauerwaldidee ist ein sehr komplexes waldbauliches Konzept, das – über die vorstehend genannten Elemente hinaus – durch zahlreiche weitere konstitutive und operative Prinzipien gekennzeichnet ist, die hier nur angedeutet werden können.
Wesentlich erscheint der Gedanke, die Früchte des Waldes (gutes Holz) nicht im Kampf gegen die Natur heranzuziehen, sondern gemeinsam mit ihr: indem man ihre Prinzipien versteht, respektiert und für eigene Zwecke in Dienst stellt (sog. biologische Automation).

Das Mischwaldprinzip ist insofern besonders wichtig, als die unterschiedlichen Baumarten verschiedenartige Nährstoffkreisläufe haben, die einander ergänzen, statt miteinander zu konkurrieren. Das gilt auch für die Wasserversorgung, die bei Flachwurzlern in einer anderen Schicht des Waldbodens erfolgt als bei Baumarten mit tiefergehendem Wurzelwerk.

Wesentlich ist auch die differenzierte Altersstruktur der Wälder, die die Waldentwicklung als dauerhaftes Kontinuum von Raum und Zeit und die tiefe Vernetzung der zahllosen systemischen Elemente des Waldes unterstützt und so die Stetigkeit des Waldökosystems fördert.

Mancher geht durch den Wald
und sieht dort nichts als Brennholz (Leo Tolstoi 1828–1910)

Mancher geht durch den Wald
und sieht dort nichts als Carbonspeicher (analog Leo Tolstoi im Jahr 2024)

Bäume sind für Vieles gut – Junger Schwarzbär bringt sich in Sicherheit | Foto: Hardee Neubert

Mischwald mit differenzierter Altersstruktur in Atlantik–Kanada

Auch die Bevorzugung der Naturverjüngung durch den Samenwurf von standortheimischen Mutterbäumen trägt dazu bei, dass Dauerwälder deutlich resilienter sind als die gepflanzten Monokulturen des forstindustriellen Ackerbaus. Bei der Naturverjüngung entsteht die nächste Baumgeneration nicht aus Wurzeln, die aus einer Baumschule verpflanzt wurden, sondern aus den Samen des Mutterbaumes, der sich viele Jahrzehnte an seine Standortbedingungen anpassen konnte. Und es setzen sich nur die besten Samen gegen ihre zahlreichen Konkurrenten durch. Zusammen mit einer vielfältigen Baumartenmischung kann dies die Entwicklung standortgerechter Wälder unterstützen.

Dauerwälder sind folglich biosystematisch strukturierte und hochdifferenzierte Ökosysteme, die sich durch eine weitgehende Selbstregulation und Selbstoptimierung auszeichnen. Sie sind am ehesten in der Lage, den Belastungen des Klimawandels zu widerstehen und zum Klima- und Naturschutz beizutragen, von den zahlreichen anderen Funktionen des Waldes ganz abgesehen.

Langfristige CO₂-Bindung durch Resilienz und Wertholzproduktion

Ein häufig vorgetragener Einwand gegen Carbon-Offsets aus Forstprojekten ist der, dass das im Holz gebundene Carbon nach absehbarer Zeit entweder durch Waldbrände bzw. andere Kalamitäten wie Windbruch, Käferbefall o. Ä. oder durch Erntemaßnahmen wieder freigesetzt werde. Die Dauerwaldmethode wirkt diesen Risiken durch die Förderung gemischter, strukturreicher Bestände und langfristige Bewirtschaftung entgegen. Denn zum einen sind Dauerwälder aufgrund ihrer waldbaulich systematisch geförderten Resilienz sehr viel seltener von Kalamitäten betroffen als herkömmlich beförsterte Wälder. Und zum anderen wird in Dauerwäldern ganz überwiegend Wertholz produziert, das lange Zeit im Waldverband wächst und auch nach der Ernte noch langfristig erhalten bleibt, indem es z. B. als Material für Bauten oder Vollholz-Möbel den Kohlenstoff über viele Jahre weiterhin bindet.

Wenn die Kritiker von unseriösen Waldprojekten zur Produktion von CO₂-Zertifikaten explizit darauf hinweisen, dass sie die Carbon-Kompensation durch Wald-Zertifikate grundsätzlich meiden und stattdessen ausschließlich auf Zertifikate setzen, die z. B. durch die Umstellung von Brennholzöfen auf Solarkocher auf der Südhalbkugel generiert werden, schütten sie das Kind mit dem Bade aus. Sie vergessen die lebenswichtigen Ökosystemleistungen der Wälder, zu denen auch die Produktion von Sauerstoff gehört, den alles Leben zum Atmen benötigt und den kein Solarkocher produzieren kann. Die Lösung liegt folglich nicht in einer Meidung von Wald-Projekten, sondern darin, die Bewirtschaftungsmethoden auch von Carbon-Waldprojekten so auszurichten, dass die Kohlenstoffspeicherung unter ökologisch sinnvollen Bedingungen langfristig gesichert wird. Genau das ist der Markenkern der Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate.

Institutionalisierte Sicherungen zum Fortbestand der Wälder

Dauerwälder produzieren auf lange Sicht ausgesprochen wertvolles Holz. Auf Sicht von Generationen sind sie folglich auch ökonomisch sehr attraktiv, allerdings um den Preis des jahrzehntelangen Verzichts auf raschen Gewinn.

Um zu verhindern, dass künftige Generationen der Versuchung erliegen könnten, den hochwertigen Baumbestand durch Kahlschläge zu monetarisieren, soll der Schutz der Wälder, in denen dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikate produziert werden, seitens der Eigentümer langfristig gesichert werden. Bei den VCS-zertifizierten Waldflächen wird der langfristige Erhalt der Wälder in den Verträgen mit Verra rechtswirksam vereinbart.

Die Grundsätze der naturnahen Dauerwaldwirtschaft wurden im Gesellschaftsvertrag der Bürger Wald Invest GmbH & Co. KG rechtsverbindlich fixiert. Und es wurde dort auch festgeschrieben, dass eine Änderung dieser Grundsätze einer Mehrheit von mehr als 90% der Stimmen der Gesellschafterversammlung bedarf. Gut 10% der Gesellschaftsanteile werden aber von Stiftungen gehalten, die den Naturschutz als Satzungszweck haben und aufgrund ihres gemeinnützigen und auf Dauer angelegten Charakters an kurzfristigen Profiten nicht interessiert sind. Der Fachausschuss Ökologie der bürger:sinn:stiftung begleitet und kontrolliert die Umsetzung des ökologischen Konzepts.

Damit wird der langfristige Schutz der Wälder und ihres ökologischen Bewirtschaftungskonzepts institutionell abgesichert und einem Problem begegnet, das bisher häufig gegen Waldprojekte als Träger von CO₂-Projekten ins Feld geführt wurde: einer mangelnden rechtlichen Absicherung der langfristigen Carbonspeicherung. GNF und OroVerde heben die Verbindung aus vertraglichen Regeln und der Mitwirkung naturschutzorientierter Stiftungen in ihrer Fallstudie von 2023 positiv hervor.

Bei den privaten Waldbesitzern, die ihre Flächen für die Zertifikate zur Verfügung stellen, kann daraufgesetzt werden, dass die langfristige wirtschaftliche Überlegenheit der Bewirtschaftung mit der Dauerwaldmethode die Bevorzugung dieser Methode fördert, wenn die kostenintensive Überführungsphase erst einmal überwunden ist. Die Einnahmen aus den dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikaten werden dazu beitragen, dieses Ziel erreichen zu können.

Auf diese Weise finanziert der Erwerb der Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate auch eine ganz neuartige Lösung, privates Kapital und gemeinnütziges Engagement zusammenzubringen: naturnahe Stiftungen begleiten und kontrollieren ein privat finanziertes Naturschutzprojekt. Private Kapitalgeber beweisen Verantwortung und lassen die Ernsthaftigkeit und Verlässlichkeit ihres Tuns durch die ökologische Fachaufsicht und die Sperrminorität von naturnahen Stiftungen evaluieren und kontrollieren.

Auch andere Waldbesitzer, die Carbonzertifikate unter der Marke Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikat anbieten wollen, sollen sich verbindlich an naturnahe Bewirtschaftungsgrundsätze binden. Unser Anforderungsprofil sieht dafür eine schriftliche Bindung für mindestens 30 Jahre sowie Regelungen zu Kontrolle und Sanktionen bei Verstößen vor.

Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate – mehr als bloße CO₂-Kompensation

CO₂-Bindung auch im deutschen Wald

Aus deutschen Wäldern können die Waldbesitzer bisher nur sehr eingeschränkt CO₂-Zertifikate generieren, weil die deutsche Regierung die CO₂-Kompensation aller deutschen Wälder bereits als nationalen Beitrag zum Klimaschutz in Brüssel angemeldet hat – übrigens, ohne die deutschen Waldbesitzer zuvor gefragt zu haben.

Die Klima- und Naturschutzleistungen des deutschen Buchenmischwaldes, der sich rund um Burg Hohnstein am Rande des Nationalparks Südharz im Besitz der bürger:wald:invest befindet, und die Leistungen der anderen deutschen Wälder ergänzen die kanadischen VCS-VCUs als eigenständige deutsche Dauerwald-Komponente. Diese zusätzliche deutsche Waldleistung ist eine Zusatzleistung und nicht Bestandteil der Verra-Verifizierung der einzelnen VCU. Diese deutschen Waldflächen werden nach den gleichen schonenden Grundsätzen der Dauerwaldmethode bewirtschaftet wie die kanadischen Wälder, und zwar als Leuchtturmprojekte für die deutsche Forstwirtschaft.

Möglich ist das, und dies ist beim bürger:wald:invest ein Schlüsselgedanke des ökonomischen Konzepts, weil die kanadischen Waldflächen wesentlich rentabler bewirtschaftet werden können als die deutschen. Das liegt nicht nur daran, dass die kanadischen Waldflächen nur einen Bruchteil der deutschen kosten, sondern auch daran, dass private Waldbesitzer in Kanada im Rahmen entsprechender Zertifizierungsprogramme CO₂-Gutschriften generieren und weltweit verkaufen können.

Waldmeister-Buchenmischwald der Bürger-Wald-Invest KG bei Burg Hohnstein im Oktober 2022 | Foto: Silas Wolf

Aufgrund der besseren Wirtschaftlichkeit der waldbaulichen Aktivitäten in Kanada können die deutschen Flächen so bewirtschaftet werden, dass mit ihnen auch hierzulande die anspruchsvollen ökologischen Standards der Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate eingehalten werden können.

Die Zertifikate weisen als Herkunftsland also ausschließlich Kanada aus und werden um eine eigenständige deutsche Dauerwald-Komponente ergänzt: Klima- und Naturschutz im deutschen Waldmeister-Buchenmischwald rund um die Burg Hohnstein. Diese zusätzliche deutsche Waldleistung ist eine BWI-Zusatzleistung und nicht Bestandteil der Verra-Verifizierung der einzelnen VCU.

Waldmeister-Buchenmischwald mit Bärlauchteppich im Naturpark Südharz im April 2022

Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikat – ein Forschungsprojekt

Mit der geplanten Einführung von unseren CO₂-Zertifikaten aus Dauerwald-Projekten wird Neuland erschlossen, um eine effektive Kohlenstoffsenke von hoher ökologischer Bedeutung als Instrument im Kampf gegen den Klimawandel zu fördern. Es soll hier erstmals die Möglichkeit geben, CO₂-Zertifikate zu erwerben, die nach der ökologisch anspruchsvollen Dauerwaldmethode gewonnen werden und die Biodiversität systematisch fördern.

dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikate sind noch kein voll entwickelter etablierter Standard. Vielmehr repräsentieren sie ein waldbauliches Best-Practice-Projekt, das zwar bereits zahlreiche verbindliche Vorgaben enthält, aber auch der wissenschaftlichen Klärung offener Fragen verpflichtet bleibt.

Die Überprüfung, Weiterentwicklung, Validierung und Verifizierung der Qualitätskriterien bleiben ebenso wichtige wie anspruchsvolle Aufgaben für die kommenden Jahre. Interessierte sind zur Mitarbeit eingeladen.

Die Klärungsschritte und deren Ergebnisse werden veröffentlicht, sodass die Fortentwicklungen der Qualitätsmerkmale und deren jeweilige Begründungen nachvollzogen werden können.

Qualitätsstandards

VCS-Standard (Verified Carbon Standard): Die angebotenen Zertifikate werden in einem aufwendigen Prüfungsverfahren nach dem international anerkannten VCS-Standard von Verra zertifiziert(1).

Der Verified Carbon Standard ist ein international etabliertes Programm für CO₂-Gutschriften im freiwilligen Markt. Es stellt Anforderungen an Zusätzlichkeit, Berechnung, Überwachung und unabhängige Prüfung der Klimawirkung. Im Verfahren für unser Projekt 4074 ist TÜV NORD CERT als Prüfgesellschaft genannt. Die Ausgabe von VCUs setzt die erforderlichen Freigaben voraus. Die hier erläuterten zusätzlichen Merkmale der Dauerwaldwirtschaft sind nicht als Gesamtpaket von Verra bewertet.

Das Citizen:Forest-Projekt wendet die Methodik VM0034 Canadian Forest Carbon Offset Methodology an. Deren Version 2.0 ist seit April 2020 im VCS-Programm aktiv; die Methodik wurde ursprünglich vom Umweltministerium der Provinz British Columbia entwickelt. Die Validierung und Verifizierung richten sich nach den für das Projekt maßgeblichen Anforderungen des Verified Carbon Standard (VCS).

  • B.A.U.M.-Nachhaltigkeitsgutachten: Das den Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikaten zugrunde liegende waldbauliche Konzept des Waldinvestments bürger:wald:invest wurde im März 2021 durch den erfahrenen B.A.U.M.-Waldexperten Dipl.-Forstwirt Rainer Kant im Rahmen eines Nachhaltigkeitsgutachtens ausführlich analysiert. Der renommierte B.A.U.M. e.V. ist ein großes europäisches Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften, das bereits 1987 als gemeinnütziger Verein gegründet wurde und seither für seine inzwischen 550 Mitglieder (Unternehmen und Institutionen) aktiv ist, u. a. durch Politikberatung und Öffentlichkeitsarbeit.
    Der forstliche Leiter von B.A.U.M. Rainer Kant schließt sein Gutachten im März 2021 mit folgendem „Fazit: Der Gutachter kommt nach der Vorlage und Bewertung der ihm zur Verfügung gestellten Informationen zu dem Schluss, dass alle relevanten Nachhaltigkeitskriterien, Prozesse und Strategien, die zur Zielerreichung des Waldinvestments „bürger:wald:invest“ erforderlich sind, in hohem Maße erreicht werden, implementiert und abgesichert sind.“
  • Fallstudie der Stiftungen Global Nature Fund und OroVerde
    „GNF und OroVerde haben einige übertragbare Inhalte aus der Fallstudie identifiziert, die für nachhaltige Waldinvestments richtungsweisend sein können. (…) (Es) gibt (..) Waldbewirtschaftungskonzepte, die ökonomische mit ökologischen Aspekten kombinieren (…). Ökologische Nachhaltigkeit verspricht zum Beispiel die konsequente Umsetzung des Dauerwaldkonzepts. (…) Ein aus Sicht von GNF und OroVerde wesentliches Charakteristikum von BWI (Bürger-Wald-Invest) ist die langfristige Walderhaltung. Sie soll sicherstellen, dass die Projektflächen dauerhaft vor Umwandlung, Verkauf oder (…) einer Abkehr von den Dauerwald-Prinzipien geschützt sind. Formal wird dies durch vertragliche Regelungen sowie durch die Sperrminorität naturschutzorientierter Stiftungen ausgeschlossen. Mechanismen wie diese erscheinen zielführend, um den dauerhaften Fortbestand (wieder)aufgeforsteter, renaturierter oder nachhaltig bewirtschafteter Flächen zu gewährleisten.(…)“. (Fallstudie, April 2023, Die angestrebte ökologische Vorteilhaftigkeit und wirtschaftliche Rentabilität waren in der frühen Projektphase noch nicht abschließend bewertbar.)
  • Ökologische Fachaufsicht durch die Bürger Sinn Stiftung: Der unabhängige Fachausschuss Ökologie der Bürger Sinn Stiftung hat bei der Erarbeitung des waldbaulichen Konzepts des bürger:wald:invest mitgewirkt und begleitet als Kooperationspartner und Kontrollinstanz die Entwicklung der Waldflächen und das ökologische Konzept der Waldbewirtschaftung kontinuierlich. Er hat zu diesem Zweck Zugriff auf alle verfügbaren Informationen, ist im ständigen Gespräch mit der Geschäftsführung und berichtet jährlich der Gesellschafterversammlung der Eigentümerin.

Bärlapp in einem unserer akadischen Mischwälder – Indikator für ein vitales Ökosystem

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(1) Verra hat die hier dargestellten besonderen Qualitätsmerkmale der Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate nicht als Gesamtpaket evaluiert. Das kanadische Carbon-Projekt wird nach dem VCS-Standard unter Anwendung der Methodik VM0034 – Canadian Forest Carbon Offset Methodology geprüft.

Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikat - Ihr Beitrag zum Klimaschutz

  • Die Käufer der Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate müssen etwas höhere Preise zahlen als dies z. B. bei CO₂-Zertifikaten aus industriellen Holzplantagen in Entwicklungsländern üblich ist. Denn die Kosten für die Herstellung solcher Zertifikate mit naturgerechten Bewirtschaftungsmethoden in den westlichen Industrieländern sind deutlich höher. Gemessen daran, sind unsere Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate aus Kanada mit deutschen Ergänzungsprojekten ihren Preis wert.

Die Vergabe von Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikaten wird durch ergänzende Maßnahmen flankiert, um die Ernsthaftigkeit des Engagements zugunsten von Klima und Natur sicherzustellen:

  • So müssen sich Käufer der Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate verpflichten, ihre CO₂-Emissionen so weit wie möglich zu vermeiden und darüber hinaus deutlich zu senken. Denn die Zertifikate sollen nur ergänzen und keineswegs als Ablasszettel verhindern, was auf der Emissionsseite zur Reduzierung von CO₂-Emissionen getan werden kann.
  • Und die Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate dürfen nicht gehandelt werden (keine Spekulation auf Wertsteigerungen), sondern müssen von den Erwerbern stillgelegt und im Rahmen eines freiwilligen Klimabeitrags verwendet werden. Die zukünftige Preisentwicklung freiwilliger Carbon Credits ist unsicher und kann sowohl nach oben als auch nach unten verlaufen.

Wildlife in den kanadischen Wäldern – man fühlt sich offensichtlich wohl. | Foto: Hardee Neubert

Das Wichtigste in Kürze

Geplante Einnahmen aus dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikaten sollen Finanzmittel bereitstellen, damit Wälder in Atlantik-Kanada nach Dauerwaldgrundsätzen bewirtschaftet werden. Der Ansatz verbindet Kohlenstoffspeicherung mit der fortgesetzten wirtschaftlichen Nutzung eines bewirtschafteten Waldes. Gleichzeitig werden Wälder gefördert, deren Ökosysteme viel mehr leisten, als nur Kohlenstoff zu binden: Sie bieten Lebensräume und erfüllen wichtige Funktionen für Boden und Wasser. Stand 24. September 2026: Für das Verra-Projekt 4074 sind die Freigabe von Registrierung und Verifizierung beantragt; VCUs sind noch nicht ausgegeben. Unser Waldengagement rund um Burg Hohnstein in Deutschland ist ein gesonderter Projektbestandteil und gehört nicht zum kanadischen Verra-Projekt.

Geplanter Finanzierungsweg. Eine Anfrage oder Beteiligung allein gleicht keine Emissionen aus. Deutsche Waldleistungen sind keine zusätzliche CO₂-Menge kanadischer VCUs.
Geplanter Finanzierungsweg. Eine Anfrage oder Beteiligung allein gleicht keine Emissionen aus. Deutsche Waldleistungen sind keine zusätzliche CO₂-Menge kanadischer VCUs.

Die CO2-Bindung der deutschen Waldflächen wird nicht gemessen und von Verra nicht zertifiziert.

Was unsere Dauer-Wald-Projekte auszeichnet:

  • eine Bewirtschaftung, die neben Kohlenstoffspeicherung und langfristiger Holzproduktion insbesondere Biodiversität, Boden- und Wasserschutz sowie Habitatstrukturen berücksichtigt
  • besondere Bedeutung für den Schutz und die Entwicklungsmöglichkeiten der Biodiversität – durch Baumartenvielfalt, Habitatbäume und Totholz
  • ökologische Bewirtschaftungsgrundsätze, die im Gesellschaftsvertrag verankert und durch die Mitwirkung naturschutzorientierter Stiftungen abgesichert werden

Das B.A.U.M.-Gutachten von 2021 und die GNF/OroVerde-Fallstudie von 2023 erläutern diese Grundlagen.

Das geplante Zertifikatsangebot richtet sich an Gewerbetreibende. Die Zertifikate sind nicht zum Handel vorgesehen. Lernen Sie unser Konzept kennen und sprechen Sie uns an.

Anfrage zum Konzept

Klimaschutz durch dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikate

Wie es funktioniert

Was den Unterschied macht.
Das naturnahe Dauerwaldkonzept als ökologischer Rahmen der Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate

Unterscheidende Merkmale der Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate

Biodiversität – Naturschutz

Selektive Holznutzung und schonende Erntemethoden

Mischwaldprinzip, Altersstruktur und Naturverjüngung

Langfristige CO₂-Bindung durch Resilienz und Wertholzproduktion

Institutionalisierte Sicherungen zum Fortbestand der Wälder

Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikat –
ein Forschungsprojekt

Qualitätsstandards

Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikat -
Ihr Beitrag zum Klimaschutz

Anfragen & Verantwortlichkeit

VA Behrens Ideen- und Verwaltungs-GmbH, Gartenstr. 35, 48147 Münster
Geschäftsführer: H.-Christian Behrens und Maximilian Behrens
HRB 18872 Amtsgericht Münster, Tel. 0251/236161,

Im Auftrag der

Citizen Forest Invest Inc. – Inc.-Nr. BC1270674. Directors: Hans-Christian Behrens, Maximilian Behrens, Registered Office Information: 614-1207 Douglas St. Victoria, BC V8W 2E7, Canada

Eine Tochtergesellschaft der
Bürger-Wald-Invest GmbH & Co. KG, Gartenstr. 35, 48147 Münster
Komplementärin: VA Behrens Ideen- und Verwaltungs-GmbH
Geschäftsführer: H.-Christian Behrens und Maximilian Behrens

www.buergerwaldinvest.de

 

Alle Rechte vorbehalten, unter anderem auch für Text und Data Mining (§ 44b UrhG und Artikel 4 der Richtlinie (EU) 2019/790 (DSM-Richtlinie))

© VA Behrens Ideen- und Verwaltungs-GmbH, Gartenstr. 35, 48147 Münster

Ökonomisch attraktiv

Besitzer von Geldvermögen suchen nach überzeugenden Anlagemöglichkeiten. Wie können Investoren der Anfälligkeit der Finanzsysteme begegnen?

Ein mit Eigenkapital finanziertes Waldinvestment ist eine zeitgemäße Antwort auf diese Frage.

Das Konzept des bürger:wald:invest verbindet Wald und Grundbesitz zu einer langfristigen Sachwertkomponente, die ein Gesamtvermögen risikomindernd ergänzen kann.

Die wesentlichen wirtschaftlichen Vorteile in Schlaglichtern

  • 100 % Eigenkapital (Gesellschafterdarlehen ausgenommen)
  • Sachwertinvestment – nachwachsender wertvoller Rohstoff (Wald) mitsamt Grundbesitz
  • Geostrategisch sinnvolle Diversifizierung des Kapitals in einen der weltweit sichersten Wirtschafts- und Währungsräume – Kanada
  • Investition rund 60% in Kanada und 40% in Deutschland
  • Sachwertorientierte Lösung zur schleichenden Enteignung durch Inflation
  • Ziel des langfristigen Kapitalerhalts und einer moderaten Verzinsung
  • Relative Unabhängigkeit von Störungen der labilen Wirtschafts- und Finanzsysteme durch Sachwertbasis
  • Geringe Korrelation mit der Wertentwicklung anderer Anlageformen, wie z.B. Aktien und festverzinslichen Wertpapieren
  • Vergleichsweise günstige Wechselkurse und Waldpreise in Kanada
  • Langfristiger Anlagehorizont – mit Ausstiegsoptionen

Zwei zentrale konzeptionelle Stützpfeiler für den wirtschaftlichen Erfolg

Zwei zentralen Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg von Waldinvestments trägt die Konzeption des bürger:wald:invest in außergewöhnlichem Maße Rechnung:

Hinreichende Liquiditätsreserve: Zum einen muss der Waldbesitzer über hinreichende Liquidität verfügen, um durch wirtschaftliche Not nicht zur Unzeit zur Holzernte gezwungen zu werden. Das Konzept sieht dafür wirtschaftliche Reserven für drei bis fünf Jahre ohne Einnahmen aus Holzernten vor. Das stärkt die Möglichkeit, Ernteentscheidungen am Wald und an den Marktbedingungen auszurichten.

Forstmanagement mit schützender und ruhiger Hand: Zum anderen muss man so gut wie möglich vermeiden, dass außerplanmäßige Holzernten aufgrund von Kalamitäten wie Trockenheit und Sturm notwendig werden. Denn dann müssen viele Waldbesitzer ihr Holz zu Markte tragen und der Angebotsüberhang setzt die Preise stark unter Druck. Deshalb hat bürger:wald:invest einen langfristigen Anlagehorizont.

Die Zeit ist reif

Die weltweite Nachfrage nach Holz befindet sich in einem langfristigen Wachstumstrend: Die global wachsende Bevölkerungszahl und zunehmende Verstädterung können die Nachfrage nach diesem Rohstoff erhöhen. Und auch die verschärften Klimaziele vieler Nationen führen in zahlreichen Industriezweigen zu einer Substitution von anderen Materialien durch den klimaschonenden Rohstoff Holz. Das gilt insbesondere für die Bauindustrie, aber z.B. auch für die Möbelindustrie und manch anderes Gewerbe. Ein ähnliches Bild zeigt sich übrigens bei den Preisbestimmungsfaktoren von CO2-Zertifikaten, deren Gewinnung in den kanadischen Wäldern ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld des bürger:wald:invest sein wird.

Das in Wäldern angelegte Kapital hat auch schwere Wirtschaftskrisen und Staatspleiten schon mehrfach überstanden, während die Besitzer von Geldvermögen und Forderungen große Teile ihres Kapitals verloren.

Wald – das grüne Gold

In wirtschaftlich turbulenten Zeiten kann ein Wald eine langfristige Sachwert- und Diversifikationskomponente eines Gesamtvermögens darstellen. Das Konzept des bürger:wald:invest setzt auf Eigenkapital und Liquiditätsreserven. Eine geringe Fremdfinanzierung kann Zins- und Tilgungsdruck begrenzen; die Sachwertbasis verbindet die Anlage mit Wald und Holz.

Ein Mehr an Sicherheit und Chance: Vermögensdiversifizierung

Da ein erheblicher Teil des Kapitals in kanadische Wälder investiert wird, dient diese Beteiligung auch der systematischen Diversifizierung der Kapitalanlage in andere Wirtschafts- und Währungsräume im Sinne einer sinnvollen Risikostreuung. Das rohstoffbasierte kanadische Wirtschaftssystem gilt als eines der sichersten der Welt. Und es korreliert nur begrenzt mit den Entwicklungen in den europäischen Finanzsystemen, die Anlass zur Sorge geben können. Der IWF (Internationale Währungsfonds) hat Kanadas Bankensystem in den vergangenen Jahren wiederholt als das weltweit stabilste ausgezeichnet.

Ein Mehr an Sicherheit und Chance: CO2-Zertifikate

Ausgewählte Waldflächen bzw. Baumbestände und einzelne Bäume werden holzwirtschaftlich nicht genutzt. Lebende Bäume können weiter wachsen und CO₂ in Form von Kohlenstoff im Holz binden. Im kanadischen Carbon-Projekt soll nachgewiesen werden, welche zusätzliche Klimawirkung gegenüber der regional üblichen Bewirtschaftung entsteht, um eine weitere Ertragsquelle zu erschließen. Stand 24. September 2026: Für das Verra-Projekt 4074 sind die Freigabe von Registrierung und Verifizierung beantragt; VCUs sind noch nicht ausgegeben.

Die Produktion von CO2-Zertifikaten harmoniert besonders gut mit der Bewirtschaftung von Wäldern nach der Dauerwaldmethode, da der langfristige Zuwachs des lebenden Holzvorrates in den Wäldern und der komplette Schutz von Teilflächen sowieso Merkmale dieser waldbaulichen Methode sind. Dementsprechend ergänzen und überlappen sich beide Nutzungsweisen, statt miteinander zu konkurrieren.

Klimaschutz schafft Aufmerksamkeit für die Qualität freiwilliger CO₂-Gutschriften. Wir setzen deshalb auf nachvollziehbare Projektgrundlagen und das VCS-Verfahren.

Ökologisch konsequent

Wald als wirksames Mittel im Kampf gegen die Klimakrise

Eine wirksame Maßnahme gegen den Klimawandel besteht im Schutz und der naturnahen Weiterentwicklung von Waldflächen. Denn Wälder binden CO2 in großem Stil und wirken damit der Erderwärmung entgegen, wie eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien bestätigt (siehe zum Beispiel ETH Zürich Studie: Bastin JF, Finegold Y, Garcia C, Mollicone D, Rezende M, Routh D, Zohner CM, Crowther TW: The global tree restoration potential, Science, 5 July 2019).

Das liegt auch daran, dass Altersklassenwälder aus Fichten-Monokulturen sehr viel anfälliger sind als nach Baumarten und Alter gut strukturierte Dauerwälder. Denn als „grüne Wand“ von Bäumen gleicher Höhe bieten Altersklassenwälder dem Sturm eine Angriffsfläche, die er leicht umwerfen kann. Und in den Monokulturen mit flach wurzelnden Fichten konkurrieren alle Bäume in den oberen Schichten des Waldbodens um Nährstoffe und Wasser, weshalb ihnen Trockenperioden besonders rasch und heftig zusetzen, was die Windwurfanfälligkeit erhöht und außerdem beste Chancen für das Werk der Borkenkäfer eröffnet.

Gleichzeitig zeigen aber gut strukturierte Mischwälder, die schon länger unter Naturschutz stehen oder naturnah nach der Dauerwaldmethode bewirtschaftet werden, dass sie mit diesen Stressfaktoren besser fertig werden, also resilienter sind.

Ein resilienter, mehrstöckiger Mischwald

Kriterien eines überzeugenden Waldinvestments

Ein ökologisch nachhaltig wirksames und ökonomisch überzeugendes Waldinvestment- in welcher Form auch immer – sollte mindestens folgenden Kriterien genügen:

  • die waldbaulichen Methoden müssen den Anforderungen aller Teilsysteme des Ökosystems Wald gerecht werden und konsequent naturnah ausgerichtet sein (Verbot des Kahlschlags, Mischwaldprinzip, Altersklassendifferenzierung, bodenschonende Erntemethoden, Schonräume zum Schutz der Biodiversität etc.).
  • die ökologischen Bewirtschaftungsprinzipien für die Wälder sind dauerhaft rechtswirksam festzuschreiben, denn Waldsysteme benötigen Generationen, um ihre volle Leistungsfähigkeit zu entfalten.
  • Renditeziele werden nur langfristig angestrebt und zwar nicht durch forstindustrielle Ausbeutung der Natur, sondern durch respektvolle Indienstnahme der Naturprozesse für die wirtschaftlichen Ziele.
  • Investiert wird nur innerhalb von rechtsstaatlich und politisch stabilen Systemen.
  • Ein externes Controlling von qualifizierten und unabhängigen Fachleuten stellt sicher, dass das kodifizierte ökologische Konzept auch konsequent eingehalten wird.

Die ökologischen Bewirtschaftungsmethoden eines Dauerwalds – zwei Beispiele

Mit Klasse statt Masse den Wald schonen

Forstflächen werden durch sogenannte Rückegassen erschlossen, in die Erntemaschinen hineinfahren können. Bei einem Abstand von 20 Metern und vier Metern Gassenbreite entfallen rechnerisch rund 20 % der Fläche auf das Gassennetz. Die Befahrung kann den Waldboden über viele Jahre verdichten. Größere Gassenabstände und passende Einsatzbedingungen sind deshalb wichtige Ansatzpunkte für den Bodenschutz.

Bürger:wald:invest erntet hochwertige, einzelne Bäume, die über viele Jahrzehnte gewachsen sind. Für Einschlag und Rücken kommen je nach Einsatzbedingungen Motorsägen, mechanische Kleinraupen, Seilwinden oder Rückepferde und in Kanada auch Erntemaschinen zum Einsatz. Angepasste Einsatzverfahren sollen den Waldboden bestmöglich schützen.

Naturverjüngung

Viele für den Klimaschutz engagierte Menschen möchten Bäume pflanzen. Dauerwaldexperten entgegnen, dass sie das besser den Wäldern überlassen sollten, denn die könnten das besser. Gemeint ist der Umstand, dass junge Bäume, die aus der Saat des Mutterbaumes an dessen angestammtem Standort wachsen, genetisch optimal an ihre Umgebung angepasst und deshalb widerstandsfähiger sind als Kulturpflanzen, die zunächst anderweitig angezüchtet und dann mitsamt ihrer deformierten Wurzel verpflanzt werden.

Ein Wald ist mehr als die Summe einzelner Bäume.

Er ist ein sehr komplexes Ökosystem, zu dem unter anderem Tiere, Pilze und Mikroorganismen gehören, die unter günstigen Bedingungen im Gleichgewicht miteinander stehen. Das bedeutet, dass man nicht „einfach Bäume pflanzen“ und ein Gelände aufforsten kann, sondern auch hier mit viel Umsicht handeln muss. Gefragt sind also naturnahe Aufforstungsstrategien, wie sie mit der Dauerwaldmethode auch in einigen Forstbetrieben in Deutschland angewendet werden.
Deshalb setzt bürger:wald:invest wo immer möglich auf die Naturverjüngung der Wälder und gibt ihnen so den Raum, sich zu ursprünglicher Stärke zurückzuentwickeln.

Nach dem Sturm Kyrill im Jahr 2007 wurde eine Fläche von knapp 4ha bei Schanze im Hochsauerland sich selbst überlassen. Ohne jedes menschliche Zutun hat die Natur nach 14 Jahren einen gut strukturierten Mischwald geschaffen.

Professionalität und Expertise

Erfahrene Geschäftsführung – Interessengleichklang mit den Investoren

Die Geschäftsführung der VA Behrens Gruppe kann auf über 40 Jahre erfolgreiche Tätigkeit als Finanzdienstleister zurückblicken. Seit mehr als 20 Jahren ist sie für die Konzeptionierung, Entwicklung und geschäftsführende Verwaltung eines Immobilienfonds in Deutschland verantwortlich. Seit 9 Jahren leitet sie erfolgreich zwei deutsch-kanadische Private Equity Projekte, für deren Konzeptionierung, Entwicklung und geschäftsführende Verwaltung sie vollumfänglich verantwortlich ist.

Ausgewiesene forstfachliche Expertise

Die forstfachliche Qualität des Projekts wird durch zwei ausgewiesene Experten sichergestellt.

Der Lt. Ministerialrat a.D., Dipl. Forstwirt Wilhelm Bode, ehemaliger Leiter einer Landesforstbehörde sowie langjähriger Sprecher des NABU stellt mit seiner jahrelangen Erfahrung aus Theorie und Praxis sicher, dass das Dauerwaldkonzept die ökologischen, aber auch ökonomischen Interessen des Projekts bestmöglich vereint. Bode hat in den vergangenen Jahrzehnten das Dauerwaldkonzept in einer Vielzahl von wissenschaftlichen Arbeiten und forstpraktischen Begleitungen weiterentwickelt und steht als Berater dafür ein, dass der bürger:wald:invest als konsequente Umsetzung des Dauerwaldgedankens entwickelt wird.

In Kanada wurde das Projekt bis zum 4. Quartal 2025 durch den erfahrenen Forstmanager und Zertifikate-Entwickler RainCloud Forests geleitet. Seit Ende 2025 liegt die forstliche Betreuung in den Händen des renommierten Forstdienstleisters Acfor, der sich die Rückführung der forstindustriellen Monokulturen in die Ursprungsform der akadischen Waldgesellschaften (Acadian Forest) als Leitbild seiner Firmenphilosophie gewählt hat. Die weitere Betreuung des Carbonprojekts liegt nunmehr bei der renommierten und erfahrenen Münchener Firma „Unique“.

Kontrolle durch renommierte Stiftung

Die Einhaltung der ökologischen Ansprüche wird durch den Fachausschuss Ökologie der bürger:sinn:stiftung sichergestellt. Die Stiftung wurde 2004 gegründet und hat ihre Stiftungsziele seitdem in einer Vielzahl ambitionierter Projekte entfaltet. Sie und eine andere im Umwelt- und Naturschutz engagierte Stiftung sind an dem Projekt beteiligt. Sie haben in der Gesellschafterversammlung eine Sperrminorität, um Änderungen der dem Projekt zugrunde liegenden ökologischen Grundsätze ohne ihre Zustimmung zu verhindern. Der mit Experten besetzte Fachausschuss Ökologie der Stiftung wird dabei kontrollieren, dass das Dauerwaldkonzept auch im laufenden Betrieb adäquat umgesetzt wird.

Literatur

Wilhelm Bode- Wald Endzeit

Wilhelm Bode: Wald Endzeit, KJM Verlag

„1818 malt Caspar David Friedrich den »Wanderer über dem Nebelmeer«. Wilhelm Bode erlaubt sich mit WALDENDZEIT einen überraschenden Zwischenruf – hat das Bild wirklich eine romantische Aussage? Bode vermutet Fundamentaleres, und sucht in Malerei und Dichtung aus über 300 Jahren nach weiteren Spuren unseres Bildes vom Wald. Seine Frage ist: Zeigt sich bereits im »Wanderer« ein kritischer Blick auf eine Forstwirtschaft, die uns aktuell in große Probleme führt?“ (Mitteilung des Verlages)

Das Buch ist nicht nur kunsthistorisch hochinteressant. Es enthält auch kompakte und zugleich sehr gehaltvolle Darstellungen zum Buchenwald und zum Dauerwaldkonzept, die für das Verständnis der Probleme unserer Wälder und des Konzepts des Bürger-Wald-Invest sehr hilfreich sind.

Die-Dauerwaldidee-Alfred-Moeller

Die Dauerwaldidee

Möller, Alfred, Die Dauerwaldidee – Kommentiert und herausgegeben von Wilhelm Bode – Erschienen: im Verlag Matthes & Seitz, Berlin, ISBN: 978-3-95757-963-8

Der Holzweg – Wald im Widerstreit der Interessen-Hans D. Knapp-Siegfried Klaus-Lutz Faehser

Der Holzweg – Wald im Widerstreit der Interessen

Hans D. Knapp, Siegfried Klaus, Lutz Fähser (Hrsg.), 2021 oekom Verlag München, ISBN 978-3-96238-266-7

Tannen-Wilhelm-Bode-Judith-Schalansky

Tannen

Wilhelm Bode, Judith Schalansky (Hg.), Ein Portrait, Reihe: Naturkunden Bd. 67 – Erschienen: im Verlag Matthes & Seitz, Berlin, ISBN: 978-3-95757-948-5

B-A-U-M-Insights

B.A.U.M. Insights:
Artikel „Grüner Wald als Schutz für Klima und Vermögen“

Unternehmensengagement für Wald- und Klimaschutz inkl. Artikel zum bürger:wald:invest.

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Bode-Kant-Dauerwald

Wie baut man einen Dauerwald

Bode, Wilhelm, Wie baut man einen Dauerwald – ein Kurzleitfaden für alle, die ihren Forst in einen Dauerwald überführen wollen – Erschienen: im Verlag Natur & Text, ISBN: 978-3-942062-54-1

Forstrecht-ökologisch-ausrichten-Wilhelm-Bode

Forstrecht ökologisch ausrichten

Schluss mit der gesetzlichen Nachhaltigkeitslüge. Ein forstpolitischer Essay von Wilhelm Bode.

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Videos

Für die Aussagen in den nachfolgend aufgeführten Quellen zeichnen allein die Autoren verantwortlich. Wir teilen durchaus nicht jede Aussage, die dort getroffen wird.

Der YouTube‑Dauerwaldkanal von Wilhelm Bode

Externe Gutachten und Bewertungen

B.A.U.M e.V.

Nachhaltigkeitsgutachten, März 2021

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Stiftungen Global Nature Fund/OroVerde

Fallstudie zu Bürger:Wald:Invest in Kanada, April 2023

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Bürger-Sinn-Stiftung/Bürger-Wald-Invest

Stellungnahme zur Fallstudie von Global Nature Fund und OroVerde, November 2023

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