Oktober 2022: Arrondierung von innen liegenden Waldflächen im Harz

Im Oktober 2022 wurden drei innen liegende Waldflächen in unserem Wald bei Burg Hohnstein zu vergleichsweise günstigen Konditionen angekauft. Es handelt sich um folgende drei Flächen, die einen Gesamtumfang von 3,09 ha aufweisen.

Unsere Gesamtfläche im Burgwald Hohnstein erhöht sich damit auf 101,8 ha.

Über das Projekt

Die bürger:wald:invest GmbH & Co. KG bietet ein zu 100 % mit Eigenkapital finanziertes Sachwertinvestment in deutsche und kanadische Wälder, die nach ausgewiesenen ökologischen Kriterien nachhaltig bewirtschaftet und dauerhaft genutzt werden.

Auf diese Weise wird ein sinnvoller und effektiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet und zugleich das eingesetzte Kapital solide angelegt und angemessen verzinst. Die ökologischen Investitions- und Bewirtschaftungskriterien für seine Wälder wurden durch den Fachausschuss Ökologie der unabhängigen bürger:sinn:stiftung – beraten von namhaften Forstexperten – erarbeitet. Und sie sind in der Satzung der Investitionsgesellschaft fest verankert, so dass sie dauerhaft Bestand haben werden.
So zeigt bürger:wald:invest wie Ökologie und Ökonomie auf eine neue Weise nachhaltig versöhnt werden.

Dem Wald eine Zukunft abzusprechen, bedeutet, sie uns selbst abzusprechen.

Wälder sind die Hauptquelle des Sauerstoffs, den wir zum Atmen brauchen. Sie stellen – neben Ozeanen und Mooren – eine der größten CO2-Senken des Planeten dar und sind damit unentbehrlich für den Klimaschutz. Aber die Wälder sind krank – die deutschen zumal. Kann man angesichts dieses Befundes überhaupt noch in Wald investieren? Man kann nicht nur, man muss es sogar, und zwar so, dass diese Investition zur Widerstandskraft unserer Wälder beiträgt.

Tatsächlich gibt es wunderschöne und gleichzeitig hochrentable Wälder in Deutschland, die heute prächtig dastehen, als wenn es keine Trockenjahre gegeben hätte. An deren waldbaulichen Prinzipien orientiert sich der bürger:wald:invest.

bürger:wald:invest bietet verantwortungsbewussten Anlegern die Möglichkeit, in Wälder zu investieren, die auf der Grundlage von sorgsam begründeten ökologischen Prinzipien ausgewählt und mit waldbaulich nachhaltigen Methoden in sogenannte Dauerwälder überführt werden.

Diese Wälder leisten den bestmöglichen Beitrag gegen den Klimawandel, denn Dauerwälder binden weit mehr CO2 als die so weit verbreiteten forstindustriellen Monokulturen. Außerdem werden wichtige Funktionen des Waldes gestärkt, z.B. der Artenschutz, die Funktion des Waldes als Wasserspeicher und -filter, seine Funktion als Luftfilter und sein Erholungswert für Mensch und Tier.

Die Anleger können gleichzeitig an den Erträgen aus ökologisch nachhaltiger Forstwirtschaft und der Produktion von besonders hochwertigen CO2-Zertifikaten partizipieren, die sie auch selbst zu Vorzugskonditionen erwerben können.

»Das Holz muss geerntet werden als Frucht des Waldes, der Wald aber muß bleiben«

Alfred Möller

Vergleich von Monokultur gegenüber einem Dauer-Mischwald

Verantwortung übernehmen – begründet handeln – Sinn stiften

Leitsatz der bürger:sinn:stiftung, betraut mit der ökologischen Fachaufsicht des bürger:wald:invest

Wo und wie wird investiert

Bis Dezember 2020 wurden zu sehr günstigen Konditionen 41 Waldflächen mit einem Gesamtareal von knapp 2.000 Hektar (20 km²) rund um Doaktown in New Brunswick, einer Provinz im Südosten Kanadas (Atlantik-Kanada) erworben.
Die Flächen liegen am Miramichi-River und seinen Nebenflüssen, die zu den weltweit bekanntesten Lachsgewässern zählen. Die erworbenen Waldflächen verfügen über mehr als 5 km Uferflächen an diesen Flussläufen.

60 – 80% des Kapitals werden in Atlantik-Kanada investiert, weil sich die dortigen, weltweit einmaligen akadischen Mischwälder zur Überführung in naturnah bewirtschafteten Wälder besonders gut eignen. Zudem kosten die kanadischen Wälder lediglich 10 – 15 % der deutschen Flächen, weshalb ihre wirtschaftliche Rentabilität deutlich besser ist. Gleichwohl sollen 20 – 40 % des Kapitals in deutsche Wälder investiert werden, denn der bürger:wald:invest soll die vielfältigen Vorzüge einer naturnahen Waldwirtschaft für die Menschen auch vor eigener Haustür erfahrbar werden lassen und einen Beitrag zur so wichtigen Rettung der deutschen Wälder leisten.

Da die Preise für deutsche Wälder aktuell sehr hoch sind und mittelfristig eher nachgeben könnten, wird der Ankauf deutscher Wälder für sehr wünschenswert, aber nicht für eilbedürftig gehalten.

Warum Dauerwald?

Die Dauerwaldmethode nach Prof. Alfred Möller betrachtet den Wald als Gegenstand der Bewirtschaftung. Er unterscheidet sich aber wesentlich von den Prinzipien der klassischen Forstwirtschaft. Denn der Dauerwald versucht das Ertragsziel nicht gegen die natürlichen Prinzipien der Waldentwicklung zu erreichen, sondern gerade indem er im Einklang mit diesen arbeitet. So werden in der Altersstruktur diversifizierte Mischwälder bevorzugt, wie sie in Mitteleuropa seit Jahrtausenden heimisch waren, und es wird auf die natürliche Verjüngung durch Mutterbäume, schonende Erntetechniken, hinreichende Totholzanteile im Wald und die Einrichtung von Schutzzonen für Pflanzen und Tiere gesetzt. Die selektive Holznutzung (Kahlschlagverbot) und der Schutz des Wasserhaushalts im Wald sind weitere zentrale Merkmale der Dauerwaldmethode.


Eine bedeutende Folge dieser naturnahen Bewirtschaftung ist die hohe Resilienz der Dauerwälder gegen jede Art von Kalamitäten, seien es Trockenheit und Borkenkäfer, Sturmschäden oder Feuer. Und nicht zuletzt entstehen so unvergleichlich schöne Mischwälder, die stets ein Mehrgenerationenhaus bilden, das die nachwachsenden Bäume im natürlichen Schutz der Elternbäume heranzieht.


Der ökologische und ökonomische Erfolg wird in Deutschland derzeit in ca. 200 privaten Waldbetrieben an unterschiedlichsten Standorten belegt. Diese befinden sich fast ausnahmslos in der Hand meist größerer, häufig adliger Waldbesitzer, die die Wirtschaftsweise primär nicht etwa wegen ihrer ökologischen Vorteile, sondern wegen ihrer ökonomischen Überlegenheit (und ihrer offenkundigen Vermögensstabilität) bevorzugen.


Letztere resultiert daraus, dass Dauerwälder im Vergleich zu den immer wieder von Krisen geschüttelten Altersklassenwäldern deutlich weniger Kalamitäten kennen und einen höheren Anteil an hochwertigem Holz produzieren. Die älteren dieser Betriebe (20 bis 100 Jahre nach der Umstellung) erreichen Spitzen-Ergebnisse von jährlich 300-600 Euro Waldreinertrag vor Steuern je Hektar und Jahr und sind vermutlich die ertragreichsten Europas.


Die Umsetzung des Konzepts in Deutschland und Kanada durch unsere Forstexperten vor Ort wird mit modernster Satellitentechnik auf Basis sogenannter LIDAR-Daten überwacht. Regelmäßige Inspektionen im Rahmen von Ortsterminen ergänzen das Controlling.


Die Karte zeigt exemplarisch das Erschließungskonzept eines unserer Grundstücke in Kanada auf Basis der Satellitendaten. Durch den vergleichsweise großen Abstand der Erschließungswege (50 m statt 20 m) wird im Vergleich zur konventionellen Forstwirtschaft deutlich mehr Waldfläche dauerhaft geschont. Weitere Merkmale der bodenschonenenden Anlage des Wegenetzes sind im nachstehenden Lageplan dargestellt.

Ökonomisch attraktiv

Besitzer von Geldvermögen suchen nach überzeugenden Anlagemöglichkeiten. Wie können Investoren der Anfälligkeit der Finanzsysteme begegnen?

Ein mit Eigenkapital finanziertes Waldinvestment ist eine zeitgemäße Antwort auf diese Frage.

Indem sie Teile ihres Vermögens im bürger:wald:invest anlegen, der überwiegend mit Eigenkapital finanziert wird, entgehen Investoren verschiedenen Gefährdungsfaktoren innerhalb des instabilen Finanzsektors.

Die wesentlichen wirtschaftlichen Vorteile in Schlaglichtern

  • 100 % Eigenkapital (Zwischenfinanzierung und Gesellschafterdarlehen ausgenommen)
  • Sachwertinvestment – nachwachsender wertvoller Rohstoff (Wald) mitsamt Grundbesitz
  • Geostrategisch sinnvolle Diversifizierung des Kapitals in einen der weltweit sichersten Wirtschafts- und Währungsräume – Kanada
  • Investition 60 – 80 % in Kanada, 20 – 40 % in Deutschland
  • Sinnvoller Ausweg aus der schleichenden Enteignung durch Inflation
  • Langfristiger Kapitalerhalt und moderate Verzinsung
  • Relative Unabhängigkeit von Störungen der labilen Wirtschafts- und Finanzsysteme durch Sachwertbasis
  • Geringe Korrelation mit der Wertentwicklung anderer Anlageformen, wie z.B. Aktien und festverzinslichen Wertpapieren
  • Vergleichsweise günstige Wechselkurse und Waldpreise in Kanada
  • Langfristiger Anlagehorizont – mit Ausstiegsoptionen

Zwei zentrale konzeptionelle Stützpfeiler für den wirtschaftlichen Erfolg

Zwei zentralen Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg von Waldinvestments trägt die Konzeption des bürger:wald:invest in außergewöhnlichem Maße Rechnung:


Hinreichende Liquiditätsreserve: Zum einen muss der Waldbesitzer über hinreichende Liquidität verfügen, um durch wirtschaftliche Not nicht zur Unzeit zur Holzernte gezwungen zu werden. Diese wirtschaftlichen Reserven sind so reichlich eingeplant, dass der bürger:wald:invest drei bis vier Jahre auch ohne jegliche Einnahmen aus Holzernten gut über die Runden kommt.


Forstmanagement mit schützender und ruhiger Hand: Zum anderen muss man so gut wie möglich vermeiden, dass außerplanmäßige Holzernten aufgrund von Kalamitäten wie Trockenheit und Sturm notwendig werden. Denn dann müssen viele Waldbesitzer ihr Holz zu Markte tragen und der Angebotsüberhang setzt die Preise stark unter Druck. Deshalb hat bürger:wald:invest einen langfristigen Anlagehorizont.

Die Zeit ist reif

Die weltweite Nachfrage nach Holz befindet sich in einem langfristigen Wachstumstrend: Die global wachsende Bevölkerungszahl und zunehmende Verstädterung erhöhen die Nachfrage nach diesem Rohstoff ständig. Und auch die verschärften Klimaziele vieler Nationen führen in zahlreichen Industriezweigen zu einer Substitution von anderen Materialien durch den klimaschonenden Rohstoff Holz. Das gilt insbesondere für die Bauindustrie, aber z.B. auch für die Möbelindustrie und manch anderes Gewerbe.

Ein ähnliches Bild zeigt sich übrigens bei den Preisbestimmungsfaktoren von CO2-Zertifikaten deren Gewinnung in den kanadischen Wäldern ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld des bürger:wald:invest sein wird.

Das in Wäldern angelegte Kapital hat auch schwere Wirtschaftskrisen und Staatspleiten schon mehrfach überstanden, während die Besitzer von Geldvermögen und Forderungen große Teile ihres Kapitals verloren.

Wald – das grüne Gold

In wirtschaftlich turbulenten Zeiten kann ein Sachwertinvestment in Wälder die Funktion einer eisernen Reserve bzw. einer „Lebensversicherung“ für das Vermögen besonders gut erfüllen. Der bürger:wald:invest ist ein ganz überwiegend mit Eigenkapital unterlegtes und reichlich mit Liquidität versorgtes Sachwertinvestment. Damit sind zwei wesentliche Risiken von Kapitalanlagen ausgeschlossen: Zum einen gibt es keinen Darlehensgeber, der im Falle von Leistungsstörungen bei der Zahlung von Zins und Tilgung die Wälder der Zwangsverwertung unterwerfen könnte. Zum anderen ist die Werthaltigkeit des Investments auch langfristig nicht von der Stabilität eines Währungssystems oder von der Bonität privater oder öffentlicher Schuldner abhängig.

Ein Mehr an Sicherheit und Chance: Vermögensdiversifizierung

Da ein erheblicher Teil des Kapitals in kanadische Wälder investiert wird, dient diese Beteiligung auch der systematischen Diversifizierung der Kapitalanlage in andere Wirtschafts- und Währungsräume im Sinne einer sinnvollen Risikostreuung. Das rohstoffbasierte kanadische Wirtschaftssystem gilt als eines der sichersten der Welt. Und es korreliert nur begrenzt mit den Entwicklungen in den europäischen Finanzsystemen, die Anlass zur Sorge geben können. Der IWF (Internationale Währungsfonds) hat Kanadas Bankensystem in den vergangenen Jahren wiederholt als das weltweit stabilste ausgezeichnet.

Ein Mehr an Sicherheit und Chance: CO2-Zertifikate

Teile der Waldflächen bzw. des Baumbestandes werden holzwirtschaftlich nicht genutzt und stattdessen vollständig bzw. ganz überwiegend geschützt. Der Zuwachs an lebendem Holz bindet in großem Stil zusätzliches CO2, und diese Kompensationsleistung kann in CO2-Zertifikaten verbrieft und an Unternehmen verkauft werden, die ihre CO2-Emissionen kompensieren wollen.

Die Produktion von CO2-Zertifikaten harmoniert besonders gut mit der Bewirtschaftung von Wäldern nach der Dauerwaldmethode, da der langfristige Zuwachs des lebenden Holzvorrates in den Wäldern und der komplette Schutz von Teilflächen sowieso Merkmale dieser waldbaulichen Methode sind. Dementsprechend ergänzen und überlappen sich beide Nutzungsweisen, statt miteinander zu konkurrieren.

Sowohl in Kanada als auch in Europa halten viele Experten eine Vervielfachung des aktuellen Preises für CO2-Zertifikate für notwendig, wenn die politisch gesetzten Klimaziele erreicht werden sollen. Und auch die Preisentwicklung der CO2-Zertifikate in den letzten Jahren stützt die optimistischen Annahmen.

Ökologisch konsequent

Wald als wirksames Mittel im Kampf gegen die Klimakrise

Eine wirksame Maßnahme gegen den Klimawandel besteht im Schutz und der naturnahen Weiterentwicklung von Waldflächen. Denn Wälder binden CO2 in großem Stil und wirken damit der Erderwärmung entgegen, wie eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien bestätigt (siehe zum Beispiel ETH Zürich Studie: Bastin JF, Finegold Y, Garcia C, Mollicone D, Rezende M, Routh D, Zohner CM, Crowther TW: The global tree restoration potential, Science, 5 July 2019).

Das liegt auch daran, dass Altersklassenwälder aus Fichten-Monokulturen sehr viel anfälliger sind als nach Baumarten und Alter gut strukturierte Dauerwälder. Denn als „grüne Wand“ von Bäumen gleicher Höhe bieten Altersklassenwälder dem Sturm eine Angriffsfläche, die er leicht umwerfen kann. Und in den Monokulturen mit flach wurzelnden Fichten konkurrieren alle Bäume in den oberen Schichten des Waldbodens um Nährstoffe und Wasser, weshalb ihnen Trockenperioden besonders rasch und heftig zusetzen, was die Windwurfanfälligkeit erhöht und außerdem beste Chancen für das Werk der Borkenkäfer eröffnet.

Gleichzeitig zeigen aber gut strukturierte Mischwälder, die schon länger unter Naturschutz stehen oder naturnah nach der Dauerwaldmethode bewirtschaftet werden, dass sie mit diesen Stressfaktoren viel besser fertig werden, also resilienter sind.

Ein resilienter, mehrstöckiger Mischwald

Kriterien eines überzeugenden Waldinvestments

Ein ökologisch nachhaltig wirksames und ökonomisch überzeugendes Waldinvestment- in welcher Form auch immer – sollte mindestens folgenden Kriterien genügen:

  • die waldbaulichen Methoden müssen den Anforderungen aller Teilsysteme des Ökosystems Wald gerecht werden und konsequent naturnah ausgerichtet sein (Verbot des Kahlschlags, Mischwaldprinzip, Altersklassendifferenzierung, bodenschonende Erntemethoden, Schonräume zum Schutz der Biodiversität etc.).
  • die ökologischen Bewirtschaftungsprinzipien für die Wälder sind dauerhaft rechtswirksam festzuschreiben, denn Waldsysteme benötigen Generationen, um ihre volle Leistungsfähigkeit zu entfalten.
  • Renditeziele werden nur langfristig angestrebt und zwar nicht durch forstindustrielle Ausbeutung der Natur, sondern durch respektvolle Indienstnahme der Naturprozesse für die wirtschaftlichen Ziele.
  • Investiert wird nur innerhalb von rechtsstaatlich und politisch stabilen Systemen.
  • Ein externes Controlling von qualifizierten und unabhängigen Fachleuten stellt sicher, dass das kodifizierte ökologische Konzept auch konsequent eingehalten wird.

Die ökologische Bewirtschaftungsmethoden eines Dauerwalds – zwei Beispiele

Mit Klasse statt Masse den Wald schonen

Üblicherweise werden Forstflächen dadurch erschlossen, dass alle 20 Meter ca. vier Meter breite „Rückegassen“ geschlagen werden, in die dann schwere Erntemaschinen hineinfahren, die die Bäume auch gleich entasten und passgerecht zuschneiden. Allerdings gehen schon durch das engmaschige Netz der Rückegassen etwa 20 % der Waldflächen für die Bäume verloren. Und der Boden mitsamt allem Leben auf und unter der Erde wird für viele Jahrzehnte zerstört.

Bürger:wald:invest erntet stattdessen hochwertige, einzelne Bäume, die über viele Jahrzehnte gewachsen sind. Der Einschlag erfolgt mit Motorsägen und das Rücken der Bäume minimalinvasiv mit mechanischen Kleinraupen, die nur geringen Bodendruck ausüben, Seilwinden oder sogenannten Rückepferden, sodass der Waldboden bestmöglich geschützt wird.

Naturverjüngung

Viele für den Klimaschutz engagierte Menschen möchten Bäume pflanzen. Dauerwaldexperten entgegnen, dass sie das besser den Wäldern überlassen sollten, denn die könnten das besser. Gemeint ist der Umstand, dass junge Bäume, die aus der Saat des Mutterbaumes an dessen angestammtem Standort wachsen, genetisch optimal an ihre Umgebung angepasst und deshalb widerstandsfähiger sind als Kulturpflanzen, die zunächst anderweitig angezüchtet und dann mitsamt ihrer deformierten Wurzel verpflanzt werden.

Ein Wald ist mehr als die Summe einzelner Bäume.

Er ist ein sehr komplexes Ökosystem, zu dem unter anderem Tiere, Pilze und Mikroorganismen gehören, die unter günstigen Bedingungen im Gleichgewicht miteinander stehen. Das bedeutet, dass man nicht „einfach Bäume pflanzen“ und ein Gelände aufforsten kann, sondern auch hier mit viel Umsicht handeln muss. Gefragt sind also naturnahe Aufforstungsstrategien, wie sie mit der Dauerwaldmethode auch in einigen Forstbetrieben in Deutschland angewendet werden.
Deshalb setzt bürger:wald:invest wo immer möglich auf die Naturverjüngung der Wälder und gibt Ihnen so den Raum, sich zu ursprünglicher Stärke zurück zu entwickeln.

Nach dem Sturm Kyrill im Jahr 2007 wurde eine Fläche von knapp 4ha bei Schanze im Hochsauerland sich selbst überlassen. Ohne jedes menschliche Zutun hat die Natur nach 14 Jahren einen gut strukturierten Mischwald geschaffen.

Professionalität und Expertise

Erfahrene Geschäftsführung – Interessengleichklang mit den Investoren

Die Geschäftsführung der VA Behrens Gruppe kann auf über 40 Jahre erfolgreiche Tätigkeit als Finanzdienstleister zurückblicken. Seit mehr als 20 Jahren ist sie für die Konzeptionierung, Entwicklung und geschäftsführende Verwaltung eines Immobilienfonds in Deutschland verantwortlich. Seit 9 Jahren leitet sie erfolgreich zwei deutsch-kanadische Private Equity Projekte, für deren Konzeptionierung, Entwicklung und geschäftsführende Verwaltung sie vollumfänglich verantwortlich ist.

Innovativ ist, dass in Abhängigkeit vom wirtschaftlichen Erfolg des bürger:wald:invest für die Geschäftsführung eine Bonus-, aber auch eine Malusregelung vertraglich fixiert ist. So werden die Interessen der Investoren und der Geschäftsführung dauerhaft synchronisiert. Gestützt wird dieses Prinzip durch die Tatsache, dass die VA Behrens-Gruppe selbst mit einem großen Kommanditanteil an bürger:wald:invest beteiligt ist.

Ausgewiesene Forstfachliche Expertise

Die forstfachliche Qualität des Projekts wird durch zwei ausgewiesene Experten sichergestellt.

Der Lt. Ministerialrat a.D., Dipl. Forstwirt Wilhelm Bode, ehemaliger Leiter einer Landesforstbehörde sowie langjähriger Sprecher des NABU stellt mit seiner jahrelangen Erfahrung aus Theorie und Praxis sicher, dass das Dauerwaldkonzept die ökologischen aber auch ökonomischen Interessen des Projekts bestmöglich vereint. Bode hat in den vergangenen Jahrzehnten das Dauerwaldkonzept in einer Vielzahl von wissenschaftlichen Arbeiten und forstpraktischen Begleitungen weiterentwickelt und steht als Berater dafür ein, dass der bürger:wald:invest als konsequente Umsetzung des Dauerwaldgedankens entwickelt wird.

In Kanada wird das Projekt durch einen Forstmanager mit 27 Jahren Berufserfahrung geleitet. Er vereint Expertise von der industriellen Forstplanung und dem betrieblichen Management bei Weyerhaeuser in Westkanada und den südlichen USA, wo er die Ernte von 500.000 – 1.000.000 m³ p.a. geleitet hat, bis hin zu der Landnutzungsplanung für eine Forstfirma der First Nations im weltberühmten Küstengebiet Clayoquot Sound. Anschließend gründete er eine Firma für die Entwicklung von Carbonprojekten in Nordamerika (u.a. das „Darkwoods“-Projekt in British Columbia mit circa 55.000 Hektar).

Kontrolle durch renommierte Stiftung

Die Einhaltung der ökologischen Ansprüche wird durch den Fachausschuss Ökologie der bürger:sinn:stiftung sichergestellt. Die Stiftung wurde 2004 gegründet und hat ihre Stiftungsziele seitdem in einer Vielzahl ambitionierter Projekte entfaltet. Sie und gegebenenfalls andere naturnah engagierte Stiftungen sollen als Gesellschafter direkt an dem Projekt beteiligt sein. Sie sollen eine Sperrminorität halten, um sicherzustellen, dass die dem Projekt zugrunde liegenden ökologischen Grundsätze auch in Zukunft unverändert beibehalten werden. Der mit Experten besetzte Fachausschuss Ökologie der Stiftung wird dabei kontrollieren, dass das Dauerwaldkonzept auch im laufenden Betrieb adäquat umgesetzt wird.

Literatur

Die-Dauerwaldidee-Alfred-Moeller

Die Dauerwaldidee

Möller, Alfred, Die Dauerwaldidee – Kommentiert und herausgegeben von Wilhelm Bode – Erschienen: im Verlag Matthes & Seitz, Berlin, ISBN: 978-3-95757-963-8

Der Holzweg – Wald im Widerstreit der Interessen-Hans D. Knapp-Siegfried Klaus-Lutz Faehser

Der Holzweg – Wald im Widerstreit der Interessen

Hans D. Knapp, Siegfried Klaus, Lutz Fähser (Hrsg.), 2021 oekom Verlag München, ISBN 978-3-96238-266-7

Tannen-Wilhelm-Bode-Judith-Schalansky

Tannen

Wilhelm Bode, Judith Schalansky (Hg.), Ein Portrait, Reihe: Naturkunden Bd. 67 – Erschienen: im Verlag Matthes & Seitz, Berlin, ISBN: 978-3-95757-948-5

B-A-U-M-Insights

B.A.U.M. Insights:
Artikel „Grüner Wald als Schutz für Klima und Vermögen“

Unternehmensengagement für Wald- und Klimaschutz inkl. Artikel zum bürger:wald:invest.

Zur Webseite
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Bode-Kant-Dauerwald

Wie baut man einen Dauerwald

Bode, Wilhelm, Wie baut man einen Dauerwald – ein Kurzleitfaden für alle, die ihren Forst in einen Dauerwald überführen wollen – Erschienen: im Verlag Natur & Text, ISBN: 978-3-942062-54-1

Forstrecht-ökologisch-ausrichten-Wilhelm-Bode

Forstrecht ökologisch ausrichten

Schluss mit der gesetzlichen Nachhaltigkeitslüge. Ein forstpolitischer Essay von Wilhelm Bode.

Zur PDF

Videos

Für die Aussagen in den nachfolgend aufgeführten Quellen zeichnen allein die Autoren verantwortlich. Wir teilen durchaus nicht jede Aussage, die dort getroffen wird.

Die Waldwirtschaft im Stadtwald Lübeck

Wie Hermann Graf von Hatzfeldt seinen Privatwald ökologisch umbaut

Rückepferde - ökologische Forstwirtschaft im Harz

Vergleich zwischen Nutzwald und Urwald

GENial 03 - Kohlenstoffspeicher Wald

Alleskönner Wald: Lasst die Fichten liegen

Das Wichtigste in Kürze

Wer dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikate erwirbt, stellt die Finanzmittel bereit, damit naturnah be-wirtschaftete Wälder in Atlantik-Kanada und im Naturpark Südharz naturgemäß genutzt werden, um verstärkt CO₂ aus der Atmosphäre zu absorbieren und langfristig im Holz zu binden. Dies ist der denk-bar effektivste Beitrag zum Klimaschutz im bewirtschafteten Wald. Gleichzeitig werden Wälder gefördert, deren Ökosysteme viel mehr leisten, als nur Kohlenstoff zu binden.

Die CO₂-Zertifikate aus unseren Dauer-Wald-Projekten sind besonders hochwertig, da sie

  •  in naturnah bewirtschafteten Wäldern erzeugt werden, deren waldbauliches Konzept den umfassenden Schutz aller Ökosystemleistungen des Waldes langfristig garantiert
  • dem Schutz und den Entwicklungsmöglichkeiten der Biodiversität besondere Bedeutung zumessen
  • in einem westlichen Wirtschaftsraum mit hoher Rechtssicherheit erzeugt werden
  • in einem Dauerwald-Projekt erzeugt werden, das die langfristige Existenzgarantie der Waldökosysteme und die Prinzipien der naturgerechten Dauerwaldmethode als Leitlinien der Bewirtschaftung rechtswirksam verankert hat.

 

Die Zertifikate können aus rechtlichen Gründen leider nur an Gewerbetreibende abgegeben werden und sind nicht zum Handel vorgesehen. Voraussichtlich im Verlauf des ersten Halbjahrs 2024 werden die Zertifikate von unserer kanadischen Tochtergesellschaft an den Markt gebracht. Reservierungen können bereits vorgenommen werden.

Anfrage & Reservierung

Klimaschutz durch dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikate

Wie es funktioniert

Was den Unterschied macht.
Das naturnahe Dauerwaldkonzept als ökologischer Rahmen der Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate

Unterscheidende Merkmale der Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate

Biodiversität – Naturschutz

Selektive Holznutzung und schonende Erntemethoden

Mischwaldprinzip, Altersstruktur und Naturverjüngung

Langfristige CO₂-Bindung durch Resilienz und Wertholzproduktion

Langfristige Existenz-Garantie für die Wälder

Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikat –
ein Forschungsprojekt

Qualitätsstandards

Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikat -
Ihr Beitrag zum Klimaschutz

Anfragen & Verantwortlichkeit

VA Behrens Ideen- und Verwaltungs-GmbH, Gartenstr. 35, 48147 Münster
Geschäftsführer: H.-Christian Behrens und Maximilian Behrens
HRB 18872 Amtsgericht Münster, Tel. 0251/236161,

Im Auftrag der

Citizen Forest Invest Inc. – Inc.-Nr. BC1270674. Directors: Hans-Christian Behrens, Maximilian Behrens, Registered Office Information: 614-1207 Douglas St. Victoria, BC V8W 2E7, Canada

Eine Tochtergesellschaft der
Bürger-Wald-Invest GmbH & Co. KG, Gartenstr. 35, 48147 Münster
Komplementärin: VA Behrens Ideen- und Verwaltungs-GmbH
Geschäftsführer: H.-Christian Behrens und Maximilian Behrens

www.buergerwaldinvest.de

 

Alle Rechte vorbehalten, unter anderem auch für Text und Data Mining (§ 44b UrhG und Artikel 4 der Richtlinie (EU) 2019/790 (DSM-Richtlinie))

© VA Behrens Ideen- und Verwaltungs-GmbH, Gartenstr. 35, 48147 Münster“

Klimaschutz durch dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikate

Ursache der globalen Erwärmung sind insbesondere die CO₂-Emissionen, die zu ¾ aus der Verbrennung fossiler Energieträger wie Erdöl, Erdgas oder Kohle stammen. Ziel des weltweiten Klimaschutzes ist es darum, CO₂-Emissionen nach Möglichkeit zu vermeiden, zumindest aber zu reduzieren und die biogene Speicherung von CO₂ zu erhöhen.

Letzteres ist das Ziel der Kompensation des CO₂-Ausstoßes durch Waldzertifikate wie das Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikat. Denn Wälder sind als Sauerstoffproduzenten nicht nur die Lungen unseres Planeten, sondern zugleich eine sehr effiziente CO₂-Senke: Sie können der Atmosphäre dauerhaft CO₂entziehe. Damit sind sie eines der effektivsten Mittel im Kampf gegen den Klimawandel. Gleichzeitig bieten sie Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten (Schutz der Biodiversität). Und sie regulieren den Wasserhaushalt und fördern die Nährstoffkreisläufe. Sie produzieren gleichzeitig den wichtigsten nachwachsenden Rohstoff, das Holz. Das alles unterscheidet sie von anderen Formen der CO₂-Kompensation.

Bäume und speziell intakte Waldgesellschaften produzieren durch die Photosynthese aus CO₂ und Sonnenlicht Biomasse und Sauerstoff (O₂). Im Holz der Bäume und im Waldboden wird der Kohlenstoff (C) langfristig gebunden. Anhand des Holzvolumens eines Baumes kann man die oberirdisch gebundene CO₂-Menge berechnen, die er durch sein Wachstum der Atmosphäre entzogen hat und auch im verarbeiteten Holz langfristig speichern kann. Kalamitäten (Störfälle), wie Sturmschäden, Waldbrände und Schädlingsbefall, die zur Kahllegung führen, vernichten diesen biogenen Speicher allerdings vollständig und setzen den Kohlenstoff in der Form von CO₂ wieder frei.

Deshalb ist es so wichtig anstelle des bisher praktizierten Anbauprinzips, dem sogenannten Holzackerbau, auf eine systemische Holzerzeugung zu setzen. Die einzige dazu entwickelte Methode ist die in der Praxis einiger deutscher Forstbetriebe bewährte Dauerwaldwirtschaft. Sie strebt auf ganzer Fläche eines Forstbetriebes ein natürliches Gefüge von Wäldern an, die nach Baumarten, Höhe, Stärke und Alter gemischt sind. Solche Wälder kennen die  genannten Kalamitäten – im Gegensatz zu den hierzulande verbreiteten Altersklassenwälder mit Monokulturen aus Fichten oder Kiefern – aufgrund ihrer Natur kaum. Dauerwälder sind widerstandsfähige Wirtschaftswälder zur dauerhaften Holzerzeugung, ohne das natürliche Waldgefüge durch schlagweise Nutzung zu zerstören.

Die akadischen Mischwälder in Atlantik–Kanada, eine natürliche Laubmischwaldzone, und die Buchenmischwälder am Rande des Südharzes eignen sich in besonderem Maß für die CO₂-Kompensation durch eine Dauerwaldbewirtschaftung.

Einer unserer resilienten akadischen Mischwälder in Atlantik–Kanada

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Wie es funktioniert

Etwa 50 – 60% der Biomasse werden langfristig aus der Nutzung genommen. So können diese Bäume für viele weitere Jahre CO₂ aus der Atmosphäre ziehen und in Form von Kohlenstoff langfristig in ihrem Holz binden.

Der Klimaschutzeffekt wurde auf Basis wissenschaftlich anerkannter Methoden berechnet. Demnach absorbieren die o.g. Schonbestände in unseren Mischwäldern im Durchschnitt der nächsten fünf Jahre jährlich rund 21.000 Tonnen CO₂ aus der Atmosphäre, das entspricht dem jährlichen CO₂-Ausstoß von ca. 2.000 Menschen (mit durchschnittlichem mitteleuropäischem Fußabdruck) oder von rund 8.500 PKW der Mittelklasse. Dabei wird diese CO₂-Bindung in unseren Dauerwäldern zusätzlich geleistet, also über das Maß hinaus, das die Wälder bei einer konventionellen Bewirtschaftungsweise ohnehin schon absorbieren würden.

Märchenhafter Zypressen-Mischwald mit unserem Team in New Brunswick

Was den Unterschied macht

dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikate können in der CO₂-Bilanz von deutschen Unternehmen zur Kom-pensation von unvermeidbaren Emissionen eingesetzt werden. Denn das Herzstück unserer VCS-Carbon-Zertifikate wird in kanadischen Mischwäldern generiert, und Kanada hat – anders als Deutschland – die Senkenleistung seiner Wälder nicht als Beitrag zur Erfüllung der nationalen Klimaziele nach dem Pariser Abkommen an die UN gemeldet. Die Gefahr einer Doppelzählung besteht hier also nicht.

dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikate repräsentieren gleichermaßen auch die CO₂-Bindung durch die naturgemäße Waldbewirtschaftung vor unserer Haustür: in einem Buchenmischwald rund um Burg Hohnstein im Naturpark Südharz.

Mitarbeiter und Kunden Ihres Unternehmens können diesen wunderbaren Wald besuchen und Ihren Beitrag zum Klimaschutz hautnah erleben, während sie ihn durchwandern und seine wunderbar duftende Waldluft atmen. Und die bekannte Burg Hohnstein und ihre gemütliche Burggaststätte la-den zum Verweilen ein. So wird der Klimaschutzbeitrag engagierter Unternehmen hier vor Ort ein-drücklich erfahrbar.

Unser Buchenmischwald im Naturpark Südpark

In unserem Buchenmischwald im Naturpark Südharz. (Foto: Thomas Lochmüller)

dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikate stammen aus Waldbauprojekten in westlichen Industrieländern mit relativ hoher volkswirtschaftlicher, rechtlicher und politischer Stabilität, während der ganz überwiegende Teil der am Markt angebotenen Projekte zur CO₂-Kompensation in Entwicklungslän-dern umgesetzt wird. Langfristige Stabilität und effiziente Kontrolle sind dort nicht immer hinrei-chend zu gewährleisten.

Die Bewirtschaftungsweise unserer Wälder nach der Dauerwald-Methode fördert nicht nur die CO₂-Bindung, sondern auch die anderen Ökosystemleistungen der Wälder, z.B. die Biodiversität von Flora und Fauna, die Filtrierung und Kühlung der Luft, das Lokalklima, die Regulierung des Wasser- und Nährstoffhaushalts, den Schutz von Lebensraum für Mensch und Tier etc.

Dauerwälder, die nach den Grundsätzen ihres Erfinders Prof. Möller bewirtschaftet werden, sind sehr widerstandsfähig gegenüber Störfällen durch Waldbrand und andere Kalamitäten. Und sie produzie-ren überwiegend langlebiges Wertholz, binden Carbon also über die Lebensdauer der Bäume hinaus sehr langfristig.

Klimaschutz - ernst gemeint

  • dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikate sind keine Ablasszettel für CO₂-Emissionen. Die Käufer müssen sich verpflichten, ihre CO₂-Emissionen so weit wie möglich zu vermeiden und zu reduzieren.
  • Die Zertifikate dürfen nicht gehandelt werden (keine Spekulation), sondern müssen von den Er-werbern selbst zur CO₂-Kompensation eingesetzt und stillgelegt werden.
  • Die Käufer der dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikate müssen etwas höhere Preise zahlen, als dies z.B. bei CO₂-Zertifikaten aus industriellen Holzplantagen in den Entwicklungsländern der Fall ist. Denn die Herstellungskosten für solcher Zertifikate sind in den westlichen Industrieländern deutlich höher. Gemessen daran, sind die dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikate Ihren Preis wert.

Die Zertifikate können aus rechtlichen Gründen nur an Gewerbetreibende abgegeben werden und sind nicht zum Handel vorgesehen. Voraussichtlich Ende des zweiten Halbjahrs 2024 werden die Zer-tifikate von unserer kanadischen Tochtergesellschaft an den Markt gebracht. Reservierungen können bereits vorgenommen werden.

Anfrage & Reservierung

Unterscheidende Merkmale der Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate

Die Wälder der kanadischen citizen:forest:invest in Atlantik–Kanada und der bürger:wald:invest am südlichen Harzrand werden zu naturreichen Kulturökosystemen entwickelt, die weit mehr schützenswerte Funktionen haben, als nur Holz zu produzieren und CO₂ zu binden.

Feuersalamander im Buchenwald bei Hohnstein | Foto: Bastian Kleinwechter

Biodiversität – Naturschutz

Die nachhaltige Förderung der Vielfalt von Tier- und Pflanzenwelt (Biodiversität) erfolgt u. a. durch

  • den kompletten Schutz (Nutzungsverzicht) von 5–10 % der Waldflächen (Rückzugsräume, Naturschutz)
  • Belassen von Totholz im Wald als Feuchtigkeits- und Nährstoffspeicher sowie als Lebensraum für Insekten und andere Kleinlebewesen
  • den dauerhaften Schutz des Waldsystems als Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, sanfte Betriebstechniken und den konsequenten Verzicht auf Kahlschläge.

Der Luchs ist in den Harz zurückgekehrt

Kahlschlag beim Nachbarn in New Brunswick – kein guter Lebensraum für Tiere und Pflanzen

  • den dauerhaften Schutz von besonders alten und seltenen Bäumen (Habitatbäumen), die wichtigen Lebensraum für Vögel, Insekten, Fledermäuse und andere Tiere bieten und auch als hervorragende Saatbäume für die Naturverjüngung der Wälder dienen.

Berater Bode mit uralter Riesenkiefer in New Brunswick – wir schützen sie dauerhaft

Selektive Holznutzung und schonende Erntemethoden

Nur durch eine selektive Holznutzung (Einzelbaumentnahme) anstelle von großflächigen Kahlschlägen bleiben die Waldökosysteme kontinuierlich erhalten. Nur indem die Früchte des Waldes schonend geerntet werden, ohne das Wesen des selbstregulierenden Waldsystems zu zerstören, können seine wesentlichen Funktionen geschützt werden:

  • Unterstützt durch eine gemischte Altersstruktur, bei der das Waldinnere mit Chlorophyll ausgefüllt wird, wird ein kühles, feuchtes und von Windruhe gekennzeichnetes Waldbinnenklima ermöglicht, das den Wald vor Austrocknung schützt und seine Widerstandsfähigkeit deutlich erhöht. Gerade in Zeiten der Klimaerwärmung ist dies von großer Bedeutung.

Dauerwald-Strategie – Waldinnenräume voller Chlorophyll – Windruhe und wunderbarer Duft | Foto: Rainer Kant

  • Durch schonende Erntemethoden werden Kleinlebewesen, Pilzgeflechte und die Kapillarsysteme im Waldboden geschützt und gefördert. Dies sowie die kontinuierliche Verbesserung des Oberbodens durch Laubabwurf sind sowohl für den Wasser- als auch für den Nährstoffhaushalt im Waldboden förderlich.

Effektiv und kurzfristig kostengünstig – Harvester – zerstören den Waldboden

Langsamer und langfristig preiswerter – Rückepferde – schonen den Waldboden

  • Die Hochwasser-Katastrophen haben eindrücklich gezeigt, welche dramatischen Folgen es haben kann, dass die Wasserspeicher und -regulierungsfunktionen in den bewaldeten Hängen der Flusstäler gestört sind. Eine wesentliche Ursache sind die in Deutschland verbreiteten Fichten- und Kiefernmonokulturen, deren Nadelstreu die Infiltration der Niederschläge in den Waldboden verhindern. Der konsequente Schutz der Kapillarsyste-me sowie der Wasserfiltrierungs- und regulierungsfunktionen des Waldbodens ist des-halb von großer Bedeutung. Der weiträumige Schutz von Feuchtflächen, auch wenn sie nutzbaren Holzbestand auf-weisen, ergänzt deshalb die schonenden Holzerntemethoden.

Großes, altes Moorauge in Kanada – ein riesiger C02-Speicher. Wir schützen ihn großräumig

  • Zum Waldbodenschutz gehört auch die Bevorzugung der winterlichen Holzernte. Namentlich in Kanada ist der Waldboden ab Dezember in der Regel tief durchgefroren, sodass oberflächliche Belastungen auf den Arbeitsstraßen nach menschlichem Ermessen keine Schäden der Bodenstruktur verursachen.
  • Eine Beschränkung der Wege-Infrastruktur ist ein weiteres wichtiges Element des Waldbodenschutzes. Befestigte Wege werden sparsam angelegt, und der Abstand der permanenten Rückewege und -linien beträgt 60 m. Gegenüber dem üblichen Abstand von 20 m werden mehr als 10 % der Fläche vor Befestigung geschützt und für den Wald gerettet.

Mischwaldprinzip, Altersstruktur und Naturverjüngung

Die Dauerwald-Projekt Zertifikate aus Dauerwald-Projekten werden in Wäldern generiert, die dem waldbaulichen Konzept der naturnahen Dauerwaldmethode folgen. Die Dauerwaldidee wurde vor 100 Jahren erstmals von Prof. Alfred Möller systematisch dargestellt und erst kürzlich von W. Bode in einem umfassenden waldbaulichen Leitfaden für die Forstpraxis kommentiert und herausgegeben.

Die Dauerwaldidee ist ein sehr komplexes waldbauliches Konzept, das – über die vorstehend genannten Elemente hinaus – durch zahlreiche weitere konstitutive und operative Prinzipien gekennzeichnet ist, die hier nur angedeutet werden können.
Wesentlich erscheint der Gedanke, die Früchte des Waldes (gutes Holz) nicht im Kampf gegen die Natur heranzuziehen, sondern gemeinsam mit ihr: indem man ihre Prinzipien versteht, respektiert und für eigene Zwecke in Dienst stellt (sog. biologische Automation).

Das Mischwaldprinzip ist insofern besonders wichtig, als die unterschiedlichen Baumarten verschiedenartige Nährstoffkreisläufe haben, die einander ergänzen, statt miteinander zu konkurrieren. Das gilt auch für die Wasserversorgung, die bei Flachwurzlern in einer anderen Schicht des Waldbodens erfolgt als bei Baumarten mit tiefergehendem Wurzelwerk.

Wesentlich ist auch die differenzierte Altersstruktur der Wälder, die die Waldentwicklung als dauerhaftes Kontinuum von Raum und Zeit und die tiefe Vernetzung der zahllosen systemischen Elemente des Waldes erst ermöglicht und so die Stetigkeit des Waldökosystems garantiert.

Mancher geht durch den Wald
und sieht dort nichts als Brennholz (Leo Tolstoi 1828–1910)

Mancher geht durch den Wald
und sieht dort nichts als Carbonspeicher (analog Leo Tolstoi im Jahr 2024)

Bäume sind für Vieles gut – Junger Schwarzbär bringt sich in Sicherheit | Foto: Hardee Neubert

Mischwald mit differenzierter Altersstruktur in Atlantik–Kanada

Auch die Bevorzugung der Naturverjüngung durch den Samenwurf von standortheimischen Mutterbäumen trägt dazu bei, dass Dauerwälder deutlich resilienter sind als die gepflanzten Monokulturen des forstindustriellen Ackerbaus. Bei der Naturverjüngung entsteht die nächste Baumgeneration nicht aus Wurzeln, die in der Baumschule eingeschnürt und deformiert wurden, sondern aus den Samen des Mutterbaumes, der sich viele Jahrzehnte an seine Standortbedingungen anpassen konnte. Und es setzen sich nur die besten Samen gegen ihre zahlreichen Konkurrenten durch. Kein Wunder, dass die so gesäten Pflanzen besonders widerstandsfähig sind.

Dauerwälder sind folglich biosystematisch strukturierte und hochdifferenzierte Ökosysteme, die sich durch eine weitgehende Selbstregulation und Selbstoptimierung auszeichnen. Sie sind am ehesten in der Lage, den Belastungen des Klimawandels zu widerstehen und zum Klima- und Naturschutz beizutragen, von den zahlreichen anderen Funktionen des Waldes ganz abgesehen.

Langfristige CO₂-Bindung durch Resilienz und Wertholzproduktion

Ein häufig vorgetragener Einwand gegen Carbon-Offsets aus Forstprojekten ist der, dass das im Holz gebundene Carbon nach absehbarer Zeit entweder durch Waldbrände bzw. andere Kalamitäten wie Windbruch, Käferbefall o. Ä. oder durch Erntemaßnahmen wieder freigesetzt werde. Dies trifft auf Zertifikate, die nach der Dauerwaldmethode erwirtschaftet werden, allerdings nicht zu. Denn zum einen sind Dauerwälder aufgrund ihrer waldbaulich systematisch geförderten Resilienz sehr viel seltener von Kalamitäten betroffen als herkömmlich beförsterte Wälder. Und zum anderen wird in Dauerwäldern ganz überwiegend Wertholz produziert, das lange Zeit im Waldverband wächst und auch nach der Ernte noch langfristig erhalten bleibt, indem es z. B. als Material für Bauten oder Vollholz-Möbel den Kohlenstoff über viele Jahre weiterhin bindet.

Wenn die Kritiker von unseriösen Waldprojekten zur Produktion von CO₂-Zertifikaten explizit darauf hinweisen, dass sie die Carbon-Kompensation durch Wald-Zertifikate grundsätzlich meiden und stattdessen ausschließlich auf Zertifikate setzen, die z. B. durch die Umstellung von Brennholzöfen auf Solarkocher auf der Südhalbkugel generiert werden, schütten sie das Kind mit dem Bade aus. Sie vergessen die lebenswichtigen Ökosystemleistungen der Wälder, zu denen auch die Produktion von 15 – 30 t Sauerstoff je ha und Jahr gehört, den alles Leben zum Atmen benötigt und den kein Solarkocher produzieren kann. Die Lösung liegt folglich nicht in einer Meidung von Wald-Projekten, sondern darin, die Bewirtschaftungsmethoden auch von Carbon-Waldprojekten so auszurichten, dass die Kohlenstoffspeicherung unter ökologisch sinnvollen Bedingungen langfristig gesichert wird. Genau das ist der Markenkern der Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate.

Langfristige Existenz-Garantie für die Wälder

Dauerwälder produzieren auf lange Sicht ausgesprochen wertvolles Holz. Auf Sicht von Generationen sind sie folglich auch ökonomisch sehr attraktiv, allerdings um den Preis des jahrzehntelangen Verzichts auf raschen Gewinn.

Um nun zu verhindern, dass künftige Generationen der Versuchung erliegen könnten, den hochwertigen Baumbestandes durch Kahlschläge zu monetarisieren, muss der Schutz der Wälder, in denen Carbon-Zertifikate aus Dauerwald-Projekten produziert werden, seitens der Eigentümer langfristig garantiert werden.

So wurden z.B. die Grundsätze der naturnahen Dauerwaldwirtschaft im Gesellschaftsvertrag der Bürger Wald Invest GmbH & Co. KG rechtsverbindlich fixiert. Und es wurde dort auch festgeschrieben, dass eine Änderung dieser Grundsätze einer Mehrheit von mehr als 90 % der Stimmen der Gesellschafterversammlung bedarf. Gut 10 % der Gesellschaftsanteile werden aber von Stiftungen gehalten, die den Naturschutz als Satzungszweck haben und aufgrund ihres gemeinnützigen und auf Dauer angelegten Charakters an kurzfristigen Profiten nicht interessiert sind. Der Fachausschuss Ökologie der bürger:sinn:stiftung stellt durch ein permanentes Controlling sicher, dass das ambitionierte ökologische Konzept auch tatsächlich umgesetzt wird.

Damit ist der dauerhafte Schutz der Wälder und ihres ökologischen Bewirtschaftungskonzepts bestmöglich abgesichert und ein Problem gelöst, das bisher häufig gegen Waldprojekte als Träger von CO₂-Projekten ins Feld geführt wurde, nämlich eine mangelnde rechtliche Absicherung des Zertifikate-Versprechens der langfristigen Carbonspeicherung.

Auf diese Weise finanziert der Erwerb der Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate auch eine ganz neuartige Lösung, privates Kapital und gemeinnütziges Engagement zusammen zu bringen: naturnahe Stiftungen begleiten und kontrollieren ein privat finanziertes Naturschutzprojekt. Private Kapitalgeber beweisen Verantwortung und lassen die Ernsthaftigkeit und Verlässlichkeit Ihres Tuns durch die ökologische Fachaufsicht und die Sperrminorität von naturnahen Stiftungen evaluieren und kontrollieren.

Auch andere Waldbesitzer, die Carbonzertifikate unter der Marke Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikat anbieten wollen, müssen eine wirksame Absicherung der naturnahen Bewirtschaftungsgrundsätze gewährleisten, z. B. durch entsprechende Festschreibung in einem rechtsverbindlichen Vertrag oder im Grundbuch. Als Mindestanforderung gilt, dass die Waldeigentümer eine schriftliche Garantie für die schützende Bewirtschaftung der Wälder gemäß der naturnahen Dauerwaldmethode für einen Zeitraum von mindestens 30 Jahren abgeben müssen. Die Einhaltung dieser Garantie wird durch flankierende Sanktionsvereinbarungen gewährleistet.

Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate – mehr als bloße CO₂-Kompensation

CO₂-Kompensation auch im deutschen Wald

Aus deutschen Wäldern können die Waldbesitzer bisher grundsätzlich keine CO₂- Zertifikate generieren, weil die deutsche Regierung die CO₂-Kompensation aller deutschen Wälder bereits als nationalen Beitrag zum Klimaschutz in Brüssel angemeldet hat – übrigens, ohne die deutschen Waldbesitzer zuvor gefragt zu haben.

Die Klima- und Naturschutzleistungen des deutschen Buchenmischwaldes, der sich rund um Burg Hohnstein am Rande des Nationalparks Südharz im Besitz der bürger:wald:invest befindet, gehen dennoch in die Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate ein, denn diese deutschen Waldflächen werden nach den gleichen schonenden Grundsätzen der Dauerwaldmethode bewirtschaftet wie die kanadischen Wälder, und zwar als Leuchtturmprojekte für die deutsche Forstwirtschaft.

Möglich ist das, und dies ist beim bürger:wald:invest ein Schlüsselgedanke des ökonomischen Konzepts, weil die kanadischen Waldflächen wesentlich rentabler bewirtschaftet werden können als die deutschen. Das liegt nicht nur daran, dass die kanadischen Waldflächen nur einen Bruchteil der deutschen kosten, sondern auch daran, dass private Waldbesitzer in Kanada – im Gegensatz zu Deutschland – sehr wohl CO₂-Zertifikate produzieren und diese dann auch weltweit verkaufen dürfen.

Waldmeister-Buchenmischwald der Bürger-Wald-Invest KG bei Burg Hohnstein im Oktober 2022 | Foto: Silas Wolf

Aufgrund der besseren Wirtschaftlichkeit der waldbaulichen Aktivitäten in Kanada, können die deutschen Flächen so bewirtschaftet werden, dass mit ihnen auch hierzulande die anspruchsvollen ökologischen Standards der Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate eingehalten werden können.

Die Zertifikate weisen als Herkunftsland also ausschließlich Kanada aus, enthalten als Upgrade aber auch Klima- und Naturschutz im deutschen Waldmeister-Buchenmischwald rund um die Burg Hohnstein.

Waldmeister Buchenmischwald mit Bärlauchteppich im Naturpark Südharz im April 2022

Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikat – ein Forschungsprojekt

Mit der Einführung von unseren CO₂-Zertifikaten aus Dauerwald-Projekten wird Neuland erschlossen, um eine effektive Kohlenstoffsenke von hoher ökologischer Bedeutung als Instrument im Kampf gegen den Klimawandel zu fördern. Es gibt hier erstmals die Möglichkeit, CO₂-Zertifikate zu erwerben, die nach der ökologisch anspruchsvollen Dauerwaldmethode gewonnen werden und die Biodiversität systematisch fördern.

dauer-wald-projekt: CO₂-Zertifikate sind noch kein voll entwickelter etablierter Standard. Vielmehr repräsentieren Sie ein waldbauliches best-practice Projekt, das zwar bereits zahl-reiche verbindliche Vorgaben enthält, aber auch der wissenschaftlichen Klärung offener Fragen verpflichtet bleibt.

Die Überprüfung, Weiterentwicklung, Validierung und Verifizierung der Qualitätskriterien bleiben ebenso wichtige wie anspruchsvolle Aufgaben für die kommenden Jahre. Interessierte sind zur Mitarbeit eingeladen.

Die Klärungsschritte und deren Ergebnisse werden veröffentlicht, sodass die Fortentwicklungen der Qualitätsmerkmale und deren jeweilige Begründungen nachvollzogen werden können.

Qualitätsstandards

VCS-Standard (Verified Carbon Standard): Die angebotenen VCU-Zertifikate sind einem aufwendigen Prüfungsverfahren nach dem international anerkannten VCS-Standard von Verra zertifiziert worden. (1) Dies ist das weltgrößte Programm zur Ausgabe von geprüften CO₂-Zertifikaten im freiwilligen Markt. Es stellt z. B. sicher, dass die durch den Verkauf der Zertifikate eingenommenen Finanzmittel tatsächlich zu einer zusätzlichen CO₂-Kompensation führen, also zu einem Klimaschutzbeitrag, den es ohne diese Zertifikate nicht hätte geben können. Und Verra überprüft regelmäßig mit wissenschaftlichen Verfahren, ob die prognostizierte CO₂-Kompensation in den Wäldern auch tatsächlich geleistet wurde. Da die Leistungen von Verra nicht unumstritten sind, wurden weitere Qualitätssicherungsmaßnahmen implementiert, die von Verra allerdings nicht zertifiziert sind:

  • A.U.M.-Nachhaltigkeitsgutachten: Das den Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikaten zugrunde liegende waldbauliche Konzept des Waldinvestments bürger:wald:invest wurde im März 2021 durch den erfahrenen B.A.U.M.-Waldexperten Dipl.-Forstwirt Rainer Kant im Rahmen eines Nachhaltigkeitsgutachtens ausführlich analysiert. Der renommierte B.A.U.M. e.V. ist ein großes europäisches Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften, das bereits 1987 als gemeinnütziger Verein gegründet wurde und seither für seine inzwischen 550 Mitglieder (Unternehmen und Institutionen) aktiv ist, u. a. durch Politikberatung und Öffentlichkeitsarbeit.
    Der forstliche Leiter von B.A.U.M. Rainer Kant schließt sein Gutachten im März 2021 mit folgendem „Fazit: Der Gutachter kommt nach der Vorlage und Bewertung der ihm zur Verfügung gestellten Informationen zu dem Schluss, dass alle relevanten Nachhaltigkeitskriterien, Prozesse und Strategien, die zur Zielerreichung des Waldinvestments „bürger:wald:invest“ erforderlich sind, in hohem Maße erreicht werden, implementiert und abgesichert sind.“
  • Fallstudie der Stiftungen Global Nature Fund und OroVerde
    „GNF und OroVerde haben einige übertragbare Inhalte aus der Fallstudie identifiziert, die für nachhaltige Waldinvestments richtungsweisend sein können. (…) (Es) gibt (..) Waldbewirtschaftungskonzepte, die ökonomische mit ökologischen Aspekten kombinieren (…). Ökologische Nachhaltigkeit verspricht zum Beispiel die konsequente Umsetzung des Dauerwaldkonzepts. (…)
    Ein aus Sicht von GNF und OroVerde wesentliches Charakteristikum von BWI (Bürger-Wald-Invest) ist die langfristige Walderhaltung. Sie soll sicherstellen, dass die Projektflächen dauerhaft vor Umwandlung, Verkauf oder (…) einer Abkehr von den Dauerwald-Prinzipien geschützt sind. Formal wird dies durch vertragliche Regelungen sowie durch die Sperrminorität naturschutzorientierter Stiftungen ausgeschlossen. Mechanismen wie diese erscheinen zielführend, um den dauerhaften Fortbestand (wieder)aufgeforsteter, renaturierter oder nachhaltig bewirtschafteter Flächen zu gewährleisten.(…)“. (Fallstudie, April 2013)
  • Ökologische Fachaufsicht durch die Bürger Sinn Stiftung: Der unabhängige Fachausschuss Ökologie der Bürger Sinn Stiftung hat bei der Erarbeitung des waldbaulichen Konzepts des bürger:wald:invest mitgewirkt und begleitet als Kooperationspartner und Kontrollinstanz die Entwicklung der Waldflächen und das ökologische Konzept der Waldbewirtschaftung kontinuierlich. Er hat zu diesem Zweck Zugriff auf alle verfügbaren Informationen, ist im ständigen Gespräch mit der Geschäftsführung und berichtet jährlich der Gesellschafterversammlung der Eigentümerin.

Bärlapp in einem unserer akadischen Mischwälder – Indikator für ein intaktes Ökosystem

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(1) Verra hat die hier dargestellten besonderen Qualitätsmerkmale der Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate nicht evaluiert. Die hier angebotenen Verra-VCUs wurden vielmehr nach dem üblichen VCS-Standard (VM0034 – Canadian Forest Carbon Offset Methodology v2.0) zertifiziert.

Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikat - Ihr Beitrag zum Klimaschutz

  • Die Käufer der Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate müssen etwas höhere Preise zahlen als dies z. B. bei CO₂-Zertifikaten aus industriellen Holzplantagen in Entwicklungsländern üblich ist. Denn die Kosten für die Herstellung solcher Zertifikate mit naturgerechten Bewirtschaftungsmethoden in den westlichen Industrieländern sind deutlich höher. Gemessen daran, sind unsere Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate aus Kanada mit deutschem Ergänzungsprojekt Ihren Preis wert.

Die Vergabe von Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikaten wird durch ergänzende Maßnahmen flankiert, um die Ernsthaftigkeit des Engagements zugunsten von Klima und Natur sicherzustellen:

  • So müssen sich Käufer der Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate verpflichten, ihre CO₂-Emissionen so weit wie möglich zu vermeiden und darüber hinaus deutlich zu senken. Denn die Zertifikate sollen nur ergänzen und keineswegs als Ablasszettel verhindern, was auf der Emissionsseite zur Reduzierung von CO₂-Emissionen getan werden kann.
  • Und die Dauer-Wald-Projekt: CO₂-Zertifikate dürfen nicht gehandelt werden (keine Spekulation auf Wertsteigerungen), sondern müssen von den Erwerbern selbst zur CO₂-Kompensation eingesetzt und stillgelegt werden. Allerdings kann man sich gegen absehbare Preissteigerungen absichern, indem man sich vorsorglich zu heutigen Preisen für die Bedarfe künftiger Jahre eindeckt.

Wildlife in den kanadischen Wäldern – man fühlt sich offensichtlich wohl. | Foto: Hardee Neubert