
Auf durchgefrorenem Boden wird in New Brunswick die erste Winterernte durch den neuen Forstmanager Acfor durchgeführt. Ziel ist die großzügige Hochdurchforstung der (Nadelholz)-Bestände an Balsamfire und Spruce, die bereits instabil und gefährdet sind. Fünf Habitat-Bäume je Hektar (Baumstümpfe, Wolf-Trees und/oder Bäume mit großem Durchmesser) werden geschützt. Totholz wird großzügig im Wald belassen. So werden Ansätze von Biotop-Verbundsystemen auch in Atlantik-Kanada implementiert.

Die ebenfalls vorhandenen Laubholzbestände werden deutlich weniger ausgedünnt (20-30% des Bestandes). Gut ein Drittel der Fläche wird ganz geschont, um Bodenschäden im Bereich von Feuchtflächen auszuschließen.
Die Ernte erfolgt auf der Grundlage von detaillierten schriftlichen Plänen und Karten von Acfor, die im Fachausschuss Ökölogie unter Beratung der Dipl.-Forstwirte Kant und Bode erörtert und gebilligt wurden. Die Fahrzeugführer werden von Acfor genau instruiert und erhalten für Ihre Arbeiten schriftliche Arbeitskarten, die Wilhelm Bode für sie ausgearbeitet hat.
Die Wege der Erntefahrzeuge in den Waldflächen werden elektronisch aufgezeichnet (GPS-Daten) und nach Deutschland übertragen, so dass die Einhaltung der der Dauerwald-Bewirtschaftungs-Richtlinien überprüft werden kann. Acfor erstellt während der Ernte wöchentlich Zwischenberichte und im Anschluss an die Erntedurchführung einen Abschlussbericht.
Der erste Eindruck zur praktischen Zusammenarbeit mit dem neuen Dienstleister ist ein erheblicher Gewinn an Professionalität, der den Transfer der Dauerwald-Methode nach Kanada sehr erleichtern dürfte: Planung, Durchführung, Controlling und Reporting sind präzise und zuverlässig. Angesichts der Entfernung zum Ort des Geschehens ist es von kaum zu unterschätzender Bedeutung, dass der Bürger-Wald-Invest vor Ort wieder einen verlässlichen und professionell arbeitenden Brückenkopf hat.





