Februar/März 2022 – Erste winterliche Holzernte in Kanada

Im Februar und März 2022 fand nach sehr gründlicher Vorbereitung in einem unserer Wälder eine erste Holzernte statt. Dabei wurden die Prinzipien der Dauerwaldwirtschaft im Hinblick auf die Erschließungswege und die sanften Erntetechniken an die örtlichen Bedingungen angepasst, allerdings ohne die Intention der schonenden Bodenbehandlung aufzugeben.

Maßgeblich waren zwei Faktoren vor Ort:

1. Rückepferde und Miniraupen sind in New Brunswick momentan noch nicht verfügbar, sodass der bodenschonende Einsatz von Motorsägen und das schonende Rücken des Holzes einfach nicht möglich sind. 2. In Atlantikkanada ist es im Winter deutlich kälter als in Deutschland, und die flachen, skelettierten Böden sind tief durchgefroren sowie mit einer dicken Schneedecke bedeckt:

Im Hinblick auf diese Gegebenheiten wurde schon beim Ortstermin in New Brunswick einvernehmlich beschlossen, dass

1. die Ernte ausschließlich auf diejenigen Wintermonate konzentriert wird, in denen der Boden tief durchgefroren und mit Schnee bedeckt ist (etwa Mitte Dezember bis Ende März),

2. für die Dauer von 15 Jahren neben den regulären Erschließungsgassen, die einen Abstand von 60 m haben sollen, im Abstand von 20 m auch schmale „Ghost Trails“ eingerichtet werden sollen,

3. die Ernte für den Übergangszeitraum von 15 Jahren auf diesen Gassen auch mit schweren Maschinen (Harvestern) durchgeführt werden kann, sofern zuvor nachgewiesen wurde, dass der Boden wirklich durchgefroren ist. Es wurde dann in enger Abstimmung einerseits mit Dipl.-Forstwirt Wilhelm Bode und der ökologischen Fachaufsicht und andererseits Mike Vitt und seinem Ortsförster Brody ein exakter Ernteplan für den Morehouse Road-Block aufgestellt, diskutiert und verabschiedet. Dieser wurde dann zugleich Be standteil des Dienstvertrages mit dem Ernte-Kontraktor, sodass dieser sowohl an unsere wirtschaftlichen als auch an die ökologischen Vorgaben gebunden war. ng dieser zentralen Zukunftsfrage leisten kann.

Es wurde dann in enger Abstimmung einerseits mit Dipl.-Forstwirt Wilhelm Bode und der ökologischen Fachaufsicht und andererseits Mike Vitt und seinem Ortsförster Brody ein exakter Ernteplan für den Morehouse Road-Block aufgestellt, diskutiert und verabschiedet. Dieser wurde dann zugleich Bestandteil des Dienstvertrages mit dem Ernte-Kontraktor, sodass dieser sowohl an unsere wirtschaftlichen als auch an die ökologischen Vorgaben gebunden war.

Wesentliche Vorgaben des Ernteplanes waren u.a.

  • die selektive Entnahme von Baumarten, die nach Einschätzung von Herrn Bode im Klimawandel keine gute Prognose haben (Balsam Fire, Black Spruce und Poplar) sowie von Bäumen minderer Qualität, 
  • Begrenzung der Entnahme auf 35–40 % des Bestandes, 
  • der Schutz von Laubbaumarten wie z.B. Spruce, Red Oak, 
  • der Schutz von „letzten Mohikanern“ (Einzelbäumen einer Art) und besonders alten Bäumen (sog. „wolf trees“), 
  • Einhaltung des vorgelegten Wegeplanes und strikte Begrenzung der Arbeitsmaschinen auf die festgelegten Wege, 
  • großzügiger Schutz von Feuchtbereichen (Befahrungsverbot, keine Holzentnahme – Pufferzonen zum Schutz der Biodiversität) 
  • Belassen der Kronen und Äste im Wald etc. 

Im März wurde die Ernte dann durchgeführt, nachdem Förster Brody uns Fotos und Videos zugeschickt hatte, die dokumentierten, dass der Waldboden komplett durchgefroren ist. Gleichermaßen erheiternd wie überzeugend war ein Video, das Brody zeigte, wie er auf einem scharfen Spaten herumsprang, ohne dass dieser auch nur einen Zentimeter in den Boden eindringen konnte. Die Recherchen der ökologischen Fachaufsicht und ein Bodengutachten von Herrn Bode, der seine Boden-Untersuchungen vor Ort bereits im September durchgeführt hatte, taten ein Übriges. Bei der Ernte selbst waren wir dann – gemeinsam mit der ökologischen Fachaufsicht – live dabei, denn Brody ging mit seiner Kamera durch den abgeernteten Wald und zeigte uns verschiedenste Bereiche, wobei wir uns überzeugen konnten, dass Mike Vitt mit seinem Urteil recht hatte: Die Kontraktoren hatten die ökologischen Vorgaben sehr gut eingehalten. Zahlreiche übermittelte Fotos und Drohnenvideos bestätigten das.

Spurtyp 1: Die Harvester sind in den durchgefrorenen Boden nicht eingesunken, haben ihn also nicht komprimiert. Die flachen Rinnen entstehen nur durch Verdichtung der schonenden Schnee- und Holzauflage.
Der Morehouse-Road-Block nach der Entnahme von Softwood und dem Erhalt von Laub- und Habitatbäumen 
Ergebnis: Ein lichter Mischwald auf dem Weg zurück zur akadischen Ursprungsform. Anreicherungspflanzungen werden folgen

Dieses Ergebnis war für uns von zentraler Bedeutung, denn der gesamte Aufwand, den wir mit unserem Projekt treiben, macht nur Sinn, wenn es uns gelingt, die Prinzipien der Dauerwaldwirtschaft trotz der großen Distanz zu New Brunswick dort sinnvoll umzusetzen. Hier ist der Beweis unseres Erachtens erbracht, und wir denken, dass wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein können. Wir können für uns in Anspruch nehmen, dass der Bürger-Wald-Invest erstmals die Dauerwaldmethode in die akadischen Wälder Atlantikkanadas eingeführt und den dortigen örtlichen Gegebenheiten angepasst hat – Pioniertaten, auf die wir stolz sind und die vor Ort bei einigen Forstleuten auch bereits Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben.

Nicht ganz so stolz sind wir auf das wirtschaftliche Ergebnis dieser ersten Ernte, wenngleich wir hier bewusst mit einem weniger wertvollen und sehr übersichtlichen Holzbestand begonnen und von vornherein keinen großen Ertrag erwartet haben.

Gleichwohl fällt der Nettoertrag mit 20,000 CAD$ deutlich niedriger aus, als von unseren Managern zunächst prospektiert.

Zwei in dieser Form nicht absehbare Faktoren schlagen hier sicher zu Buche:

  1. Gerade bei der Ersteinweisung in die selektiven Erntemethoden nach der Dauerwaldmethode fallen erhebliche Zusatzkosten an, die den Nettoertrag schmälern. Das mag sich mit der Zeit bessern.
  2. Zum Zeitpunkt der Ernte waren die Dieselpreise schon enorm gestiegen, und weil gerade die Maschinen und Transporter in Kanada riesige Verbraucher sind (was mit den dort bisher niedrigen Preisen zusammenhängt), schlugen die Maschineneinsatz- und Transportkosten überproportional durch.

Als dritten Faktor sehen wir aber auch deutliches Aufwärtspotential bei den Vertragsverhandlungen seitens unserer Manager mit den externen Erntecrews. Das werden wir in diesem Jahr zu heben versuchen und bessere Konditionen bei der nächsten Ernte umzusetzen. Zeitige Verhandlungen und die Prüfung von Alternativen können hier die Schlüssel zum Erfolg sein.

Insgesamt können wir die erste Ernte als Erfolg betrachten, denn wir konnten zeigen, dass unser Konzept auch in Kanada grundsätzlich umsetzbar ist. Wir konnten alle Prozesse erproben und herausfinden, wo und wie wir bei dem nächsten, größeren Ernte-Durchgang nachsteuern müssen.“ (Bericht vom 07.07.2022)

Über das Projekt

Die bürger:wald:invest GmbH & Co. KG bietet ein zu 100 % mit Eigenkapital finanziertes Sachwertinvestment in deutsche und kanadische Wälder, die nach ausgewiesenen ökologischen Kriterien nachhaltig bewirtschaftet und dauerhaft genutzt werden.

Auf diese Weise wird ein sinnvoller und effektiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet und zugleich das eingesetzte Kapital solide angelegt und angemessen verzinst. Die ökologischen Investitions- und Bewirtschaftungskriterien für seine Wälder wurden durch den Fachausschuss Ökologie der unabhängigen bürger:sinn:stiftung – beraten von namhaften Forstexperten – erarbeitet. Und sie sind in der Satzung der Investitionsgesellschaft fest verankert, so dass sie dauerhaft Bestand haben werden.
So zeigt bürger:wald:invest wie Ökologie und Ökonomie auf eine neue Weise nachhaltig versöhnt werden.

Dem Wald eine Zukunft abzusprechen, bedeutet, sie uns selbst abzusprechen.

Wälder sind die Hauptquelle des Sauerstoffs, den wir zum Atmen brauchen. Sie stellen – neben Ozeanen und Mooren – eine der größten CO2-Senken des Planeten dar und sind damit unentbehrlich für den Klimaschutz. Aber die Wälder sind krank – die deutschen zumal. Kann man angesichts dieses Befundes überhaupt noch in Wald investieren? Man kann nicht nur, man muss es sogar, und zwar so, dass diese Investition zur Widerstandskraft unserer Wälder beiträgt.

Tatsächlich gibt es wunderschöne und gleichzeitig hochrentable Wälder in Deutschland, die heute prächtig dastehen, als wenn es keine Trockenjahre gegeben hätte. An deren waldbaulichen Prinzipien orientiert sich der bürger:wald:invest.

bürger:wald:invest bietet verantwortungsbewussten Anlegern die Möglichkeit, in Wälder zu investieren, die auf der Grundlage von sorgsam begründeten ökologischen Prinzipien ausgewählt und mit waldbaulich nachhaltigen Methoden in sogenannte Dauerwälder überführt werden.

Diese Wälder leisten den bestmöglichen Beitrag gegen den Klimawandel, denn Dauerwälder binden weit mehr CO2 als die so weit verbreiteten forstindustriellen Monokulturen. Außerdem werden wichtige Funktionen des Waldes gestärkt, z.B. der Artenschutz, die Funktion des Waldes als Wasserspeicher und -filter, seine Funktion als Luftfilter und sein Erholungswert für Mensch und Tier.

Die Anleger können gleichzeitig an den Erträgen aus ökologisch nachhaltiger Forstwirtschaft und der Produktion von besonders hochwertigen CO2-Zertifikaten partizipieren, die sie auch selbst zu Vorzugskonditionen erwerben können.

»Das Holz muss geerntet werden als Frucht des Waldes, der Wald aber muß bleiben«

Alfred Möller

Vergleich von Monokultur gegenüber einem Dauer-Mischwald

Verantwortung übernehmen – begründet handeln – Sinn stiften

Leitsatz der bürger:sinn:stiftung, betraut mit der ökologischen Fachaufsicht des bürger:wald:invest

Wo und wie wird investiert

Bis Dezember 2020 wurden zu sehr günstigen Konditionen 41 Waldflächen mit einem Gesamtareal von knapp 2.000 Hektar (20 km²) rund um Doaktown in New Brunswick, einer Provinz im Südosten Kanadas (Atlantik-Kanada) erworben.
Die Flächen liegen am Miramichi-River und seinen Nebenflüssen, die zu den weltweit bekanntesten Lachsgewässern zählen. Die erworbenen Waldflächen verfügen über mehr als 5 km Uferflächen an diesen Flussläufen.

60 – 80% des Kapitals werden in Atlantik-Kanada investiert, weil sich die dortigen, weltweit einmaligen akadischen Mischwälder zur Überführung in naturnah bewirtschafteten Wälder besonders gut eignen. Zudem kosten die kanadischen Wälder lediglich 10 – 15 % der deutschen Flächen, weshalb ihre wirtschaftliche Rentabilität deutlich besser ist. Gleichwohl sollen 20 – 40 % des Kapitals in deutsche Wälder investiert werden, denn der bürger:wald:invest soll die vielfältigen Vorzüge einer naturnahen Waldwirtschaft für die Menschen auch vor eigener Haustür erfahrbar werden lassen und einen Beitrag zur so wichtigen Rettung der deutschen Wälder leisten.

Da die Preise für deutsche Wälder aktuell sehr hoch sind und mittelfristig eher nachgeben könnten, wird der Ankauf deutscher Wälder für sehr wünschenswert, aber nicht für eilbedürftig gehalten.

Warum Dauerwald?

Die Dauerwaldmethode nach Prof. Alfred Möller betrachtet den Wald als Gegenstand der Bewirtschaftung. Er unterscheidet sich aber wesentlich von den Prinzipien der klassischen Forstwirtschaft. Denn der Dauerwald versucht das Ertragsziel nicht gegen die natürlichen Prinzipien der Waldentwicklung zu erreichen, sondern gerade indem er im Einklang mit diesen arbeitet. So werden in der Altersstruktur diversifizierte Mischwälder bevorzugt, wie sie in Mitteleuropa seit Jahrtausenden heimisch waren, und es wird auf die natürliche Verjüngung durch Mutterbäume, schonende Erntetechniken, hinreichende Totholzanteile im Wald und die Einrichtung von Schutzzonen für Pflanzen und Tiere gesetzt. Die selektive Holznutzung (Kahlschlagverbot) und der Schutz des Wasserhaushalts im Wald sind weitere zentrale Merkmale der Dauerwaldmethode.


Eine bedeutende Folge dieser naturnahen Bewirtschaftung ist die hohe Resilienz der Dauerwälder gegen jede Art von Kalamitäten, seien es Trockenheit und Borkenkäfer, Sturmschäden oder Feuer. Und nicht zuletzt entstehen so unvergleichlich schöne Mischwälder, die stets ein Mehrgenerationenhaus bilden, das die nachwachsenden Bäume im natürlichen Schutz der Elternbäume heranzieht.


Der ökologische und ökonomische Erfolg wird in Deutschland derzeit in ca. 200 privaten Waldbetrieben an unterschiedlichsten Standorten belegt. Diese befinden sich fast ausnahmslos in der Hand meist größerer, häufig adliger Waldbesitzer, die die Wirtschaftsweise primär nicht etwa wegen ihrer ökologischen Vorteile, sondern wegen ihrer ökonomischen Überlegenheit (und ihrer offenkundigen Vermögensstabilität) bevorzugen.


Letztere resultiert daraus, dass Dauerwälder im Vergleich zu den immer wieder von Krisen geschüttelten Altersklassenwäldern deutlich weniger Kalamitäten kennen und einen höheren Anteil an hochwertigem Holz produzieren. Die älteren dieser Betriebe (20 bis 100 Jahre nach der Umstellung) erreichen Spitzen-Ergebnisse von jährlich 300-600 Euro Waldreinertrag vor Steuern je Hektar und Jahr und sind vermutlich die ertragreichsten Europas.


Die Umsetzung des Konzepts in Deutschland und Kanada durch unsere Forstexperten vor Ort wird mit modernster Satellitentechnik auf Basis sogenannter LIDAR-Daten überwacht. Regelmäßige Inspektionen im Rahmen von Ortsterminen ergänzen das Controlling.


Die Karte zeigt exemplarisch das Erschließungskonzept eines unserer Grundstücke in Kanada auf Basis der Satellitendaten. Durch den vergleichsweise großen Abstand der Erschließungswege (50 m statt 20 m) wird im Vergleich zur konventionellen Forstwirtschaft deutlich mehr Waldfläche dauerhaft geschont. Weitere Merkmale der bodenschonenenden Anlage des Wegenetzes sind im nachstehenden Lageplan dargestellt.

Ökonomisch attraktiv

Besitzer von Geldvermögen suchen nach überzeugenden Anlagemöglichkeiten. Wie können Investoren der Anfälligkeit der Finanzsysteme begegnen?

Ein mit Eigenkapital finanziertes Waldinvestment ist eine zeitgemäße Antwort auf diese Frage.

Indem sie Teile ihres Vermögens im bürger:wald:invest anlegen, der überwiegend mit Eigenkapital finanziert wird, entgehen Investoren verschiedenen Gefährdungsfaktoren innerhalb des instabilen Finanzsektors.

Die wesentlichen wirtschaftlichen Vorteile in Schlaglichtern

  • 100 % Eigenkapital (Zwischenfinanzierung und Gesellschafterdarlehen ausgenommen)
  • Sachwertinvestment – nachwachsender wertvoller Rohstoff (Wald) mitsamt Grundbesitz
  • Geostrategisch sinnvolle Diversifizierung des Kapitals in einen der weltweit sichersten Wirtschafts- und Währungsräume – Kanada
  • Investition 60 – 80 % in Kanada, 20 – 40 % in Deutschland
  • Sinnvoller Ausweg aus der schleichenden Enteignung durch Inflation
  • Langfristiger Kapitalerhalt und moderate Verzinsung
  • Relative Unabhängigkeit von Störungen der labilen Wirtschafts- und Finanzsysteme durch Sachwertbasis
  • Geringe Korrelation mit der Wertentwicklung anderer Anlageformen, wie z.B. Aktien und festverzinslichen Wertpapieren
  • Vergleichsweise günstige Wechselkurse und Waldpreise in Kanada
  • Langfristiger Anlagehorizont – mit Ausstiegsoptionen

Zwei zentrale konzeptionelle Stützpfeiler für den wirtschaftlichen Erfolg

Zwei zentralen Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg von Waldinvestments trägt die Konzeption des bürger:wald:invest in außergewöhnlichem Maße Rechnung:


Hinreichende Liquiditätsreserve: Zum einen muss der Waldbesitzer über hinreichende Liquidität verfügen, um durch wirtschaftliche Not nicht zur Unzeit zur Holzernte gezwungen zu werden. Diese wirtschaftlichen Reserven sind so reichlich eingeplant, dass der bürger:wald:invest drei bis vier Jahre auch ohne jegliche Einnahmen aus Holzernten gut über die Runden kommt.


Forstmanagement mit schützender und ruhiger Hand: Zum anderen muss man so gut wie möglich vermeiden, dass außerplanmäßige Holzernten aufgrund von Kalamitäten wie Trockenheit und Sturm notwendig werden. Denn dann müssen viele Waldbesitzer ihr Holz zu Markte tragen und der Angebotsüberhang setzt die Preise stark unter Druck. Deshalb hat bürger:wald:invest einen langfristigen Anlagehorizont.

Die Zeit ist reif

Die weltweite Nachfrage nach Holz befindet sich in einem langfristigen Wachstumstrend: Die global wachsende Bevölkerungszahl und zunehmende Verstädterung erhöhen die Nachfrage nach diesem Rohstoff ständig. Und auch die verschärften Klimaziele vieler Nationen führen in zahlreichen Industriezweigen zu einer Substitution von anderen Materialien durch den klimaschonenden Rohstoff Holz. Das gilt insbesondere für die Bauindustrie, aber z.B. auch für die Möbelindustrie und manch anderes Gewerbe.

Ein ähnliches Bild zeigt sich übrigens bei den Preisbestimmungsfaktoren von CO2-Zertifikaten deren Gewinnung in den kanadischen Wäldern ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld des bürger:wald:invest sein wird.

Das in Wäldern angelegte Kapital hat auch schwere Wirtschaftskrisen und Staatspleiten schon mehrfach überstanden, während die Besitzer von Geldvermögen und Forderungen große Teile ihres Kapitals verloren.

Wald – das grüne Gold

In wirtschaftlich turbulenten Zeiten kann ein Sachwertinvestment in Wälder die Funktion einer eisernen Reserve bzw. einer „Lebensversicherung“ für das Vermögen besonders gut erfüllen. Der bürger:wald:invest ist ein ganz überwiegend mit Eigenkapital unterlegtes und reichlich mit Liquidität versorgtes Sachwertinvestment. Damit sind zwei wesentliche Risiken von Kapitalanlagen ausgeschlossen: Zum einen gibt es keinen Darlehensgeber, der im Falle von Leistungsstörungen bei der Zahlung von Zins und Tilgung die Wälder der Zwangsverwertung unterwerfen könnte. Zum anderen ist die Werthaltigkeit des Investments auch langfristig nicht von der Stabilität eines Währungssystems oder von der Bonität privater oder öffentlicher Schuldner abhängig.

Ein Mehr an Sicherheit und Chance: Vermögensdiversifizierung

Da ein erheblicher Teil des Kapitals in kanadische Wälder investiert wird, dient diese Beteiligung auch der systematischen Diversifizierung der Kapitalanlage in andere Wirtschafts- und Währungsräume im Sinne einer sinnvollen Risikostreuung. Das rohstoffbasierte kanadische Wirtschaftssystem gilt als eines der sichersten der Welt. Und es korreliert nur begrenzt mit den Entwicklungen in den europäischen Finanzsystemen, die Anlass zur Sorge geben können. Der IWF (Internationale Währungsfonds) hat Kanadas Bankensystem in den vergangenen Jahren wiederholt als das weltweit stabilste ausgezeichnet.

Ein Mehr an Sicherheit und Chance: CO2-Zertifikate

Teile der Waldflächen bzw. des Baumbestandes werden holzwirtschaftlich nicht genutzt und stattdessen vollständig bzw. ganz überwiegend geschützt. Der Zuwachs an lebendem Holz bindet in großem Stil zusätzliches CO2, und diese Kompensationsleistung kann in CO2-Zertifikaten verbrieft und (überwiegend) an Unternehmen verkauft werden, die ihre CO2-Emissionen kompensieren wollen.

Die Produktion von CO2-Zertifikaten harmoniert besonders gut mit der Bewirtschaftung von Wäldern nach der Dauerwaldmethode, da der langfristige Zuwachs des lebenden Holzvorrates in den Wäldern und der komplette Schutz von Teilflächen sowieso Merkmale dieser waldbaulichen Methode sind. Dementsprechend ergänzen und überlappen sich beide Nutzungsweisen, statt miteinander zu konkurrieren.

Sowohl in Kanada als auch in Europa halten viele Experten eine Vervielfachung des aktuellen Preises für CO2-Zertifikate für notwendig, wenn die politisch gesetzten Klimaziele erreicht werden sollen. Und auch die Preisentwicklung der CO2-Zertifikate in den letzten Jahren stützt die optimistischen Annahmen.

Ökologisch konsequent

Wald als wirksames Mittel im Kampf gegen die Klimakrise

Eine wirksame Maßnahme gegen den Klimawandel besteht im Schutz und der naturnahen Weiterentwicklung von Waldflächen. Denn Wälder binden CO2 in großem Stil und wirken damit der Erderwärmung entgegen, wie eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien bestätigt (siehe zum Beispiel ETH Zürich Studie: Bastin JF, Finegold Y, Garcia C, Mollicone D, Rezende M, Routh D, Zohner CM, Crowther TW: The global tree restoration potential, Science, 5 July 2019).

Das liegt auch daran, dass Altersklassenwälder aus Fichten-Monokulturen sehr viel anfälliger sind als nach Baumarten und Alter gut strukturierte Dauerwälder. Denn als „grüne Wand“ von Bäumen gleicher Höhe bieten Altersklassenwälder dem Sturm eine Angriffsfläche, die er leicht umwerfen kann. Und in den Monokulturen mit flach wurzelnden Fichten konkurrieren alle Bäume in den oberen Schichten des Waldbodens um Nährstoffe und Wasser, weshalb ihnen Trockenperioden besonders rasch und heftig zusetzen, was die Windwurfanfälligkeit erhöht und außerdem beste Chancen für das Werk der Borkenkäfer eröffnet.

Gleichzeitig zeigen aber gut strukturierte Mischwälder, die schon länger unter Naturschutz stehen oder naturnah nach der Dauerwaldmethode bewirtschaftet werden, dass sie mit diesen Stressfaktoren viel besser fertig werden, also resilienter sind.

Ein resilienter, mehrstöckiger Mischwald

Kriterien eines überzeugenden Waldinvestments

Ein ökologisch nachhaltig wirksames und ökonomisch überzeugendes Waldinvestment- in welcher Form auch immer – sollte mindestens folgenden Kriterien genügen:

  • die waldbaulichen Methoden müssen den Anforderungen aller Teilsysteme des Ökosystems Wald gerecht werden und konsequent naturnah ausgerichtet sein (Verbot des Kahlschlags, Mischwaldprinzip, Altersklassendifferenzierung, bodenschonende Erntemethoden, Schonräume zum Schutz der Biodiversität etc.).
  • die ökologischen Bewirtschaftungsprinzipien für die Wälder sind dauerhaft rechtswirksam festzuschreiben, denn Waldsysteme benötigen Generationen, um ihre volle Leistungsfähigkeit zu entfalten.
  • Renditeziele werden nur langfristig angestrebt und zwar nicht durch forstindustrielle Ausbeutung der Natur, sondern durch respektvolle Indienstnahme der Naturprozesse für die wirtschaftlichen Ziele.
  • Investiert wird nur innerhalb von rechtsstaatlich und politisch stabilen Systemen.
  • Ein externes Controlling von qualifizierten und unabhängigen Fachleuten stellt sicher, dass das kodifizierte ökologische Konzept auch konsequent eingehalten wird.

Die ökologische Bewirtschaftungsmethoden eines Dauerwalds – zwei Beispiele

Mit Klasse statt Masse den Wald schonen

Üblicherweise werden Forstflächen dadurch erschlossen, dass alle 20 Meter ca. vier Meter breite „Rückegassen“ geschlagen werden, in die dann schwere Erntemaschinen hineinfahren, die die Bäume auch gleich entasten und passgerecht zuschneiden. Allerdings gehen schon durch das engmaschige Netz der Rückegassen etwa 20 % der Waldflächen für die Bäume verloren. Und der Boden mitsamt allem Leben auf und unter der Erde wird für viele Jahrzehnte zerstört.

Bürger:wald:invest erntet stattdessen hochwertige, einzelne Bäume, die über viele Jahrzehnte gewachsen sind. Der Einschlag erfolgt mit Motorsägen und das Rücken der Bäume minimalinvasiv mit mechanischen Kleinraupen, die nur geringen Bodendruck ausüben, Seilwinden oder sogenannten Rückepferden, sodass der Waldboden bestmöglich geschützt wird.

Naturverjüngung

Viele für den Klimaschutz engagierte Menschen möchten Bäume pflanzen. Dauerwaldexperten entgegnen, dass sie das besser den Wäldern überlassen sollten, denn die könnten das besser. Gemeint ist der Umstand, dass junge Bäume, die aus der Saat des Mutterbaumes an dessen angestammtem Standort wachsen, genetisch optimal an ihre Umgebung angepasst und deshalb widerstandsfähiger sind als Kulturpflanzen, die zunächst anderweitig angezüchtet und dann mitsamt ihrer deformierten Wurzel verpflanzt werden.

Ein Wald ist mehr als die Summe einzelner Bäume.

Er ist ein sehr komplexes Ökosystem, zu dem unter anderem Tiere, Pilze und Mikroorganismen gehören, die unter günstigen Bedingungen im Gleichgewicht miteinander stehen. Das bedeutet, dass man nicht „einfach Bäume pflanzen“ und ein Gelände aufforsten kann, sondern auch hier mit viel Umsicht handeln muss. Gefragt sind also naturnahe Aufforstungsstrategien, wie sie mit der Dauerwaldmethode auch in einigen Forstbetrieben in Deutschland angewendet werden.
Deshalb setzt bürger:wald:invest wo immer möglich auf die Naturverjüngung der Wälder und gibt Ihnen so den Raum, sich zu ursprünglicher Stärke zurück zu entwickeln.

Nach dem Sturm Kyrill im Jahr 2007 wurde eine Fläche von knapp 4ha bei Schanze im Hochsauerland sich selbst überlassen. Ohne jedes menschliche Zutun hat die Natur nach 14 Jahren einen gut strukturierten Mischwald geschaffen.

Professionalität und Expertise

Erfahrene Geschäftsführung – Interessengleichklang mit den Investoren

Die Geschäftsführung der VA Behrens Gruppe kann auf über 40 Jahre erfolgreiche Tätigkeit als Finanzdienstleister zurückblicken. Seit mehr als 20 Jahren ist sie für die Konzeptionierung, Entwicklung und geschäftsführende Verwaltung eines Immobilienfonds in Deutschland verantwortlich. Seit 9 Jahren leitet sie erfolgreich zwei deutsch-kanadische Private Equity Projekte, für deren Konzeptionierung, Entwicklung und geschäftsführende Verwaltung sie vollumfänglich verantwortlich ist.

Innovativ ist, dass in Abhängigkeit vom wirtschaftlichen Erfolg des bürger:wald:invest für die Geschäftsführung eine Bonus-, aber auch eine Malusregelung vertraglich fixiert ist. So werden die Interessen der Investoren und der Geschäftsführung dauerhaft synchronisiert. Gestützt wird dieses Prinzip durch die Tatsache, dass die VA Behrens-Gruppe selbst mit einem großen Kommanditanteil an bürger:wald:invest beteiligt ist.

Ausgewiesene Forstfachliche Expertise

Die forstfachliche Qualität des Projekts wird durch zwei ausgewiesene Experten sichergestellt.

Der Lt. Ministerialrat a.D., Dipl. Forstwirt Wilhelm Bode, ehemaliger Leiter einer Landesforstbehörde sowie langjähriger Sprecher des NABU stellt mit seiner jahrelangen Erfahrung aus Theorie und Praxis sicher, dass das Dauerwaldkonzept die ökologischen aber auch ökonomischen Interessen des Projekts bestmöglich vereint. Bode hat in den vergangenen Jahrzehnten das Dauerwaldkonzept in einer Vielzahl von wissenschaftlichen Arbeiten und forstpraktischen Begleitungen weiterentwickelt und steht als Berater dafür ein, dass der bürger:wald:invest als konsequente Umsetzung des Dauerwaldgedankens entwickelt wird.

In Kanada wird das Projekt durch einen Forstmanager mit 27 Jahren Berufserfahrung geleitet. Er vereint Expertise von der industriellen Forstplanung und dem betrieblichen Management bei Weyerhaeuser in Westkanada und den südlichen USA, wo er die Ernte von 500.000 – 1.000.000 m³ p.a. geleitet hat, bis hin zu der Landnutzungsplanung für eine Forstfirma der First Nations im weltberühmten Küstengebiet Clayoquot Sound. Anschließend gründete er eine Firma für die Entwicklung von Carbonprojekten in Nordamerika (u.a. das „Darkwoods“-Projekt in British Columbia mit circa 55.000 Hektar).

Kontrolle durch renommierte Stiftung

Die Einhaltung der ökologischen Ansprüche wird durch den Fachausschuss Ökologie der bürger:sinn:stiftung sichergestellt. Die Stiftung wurde 2004 gegründet und hat ihre Stiftungsziele seitdem in einer Vielzahl ambitionierter Projekte entfaltet. Sie und gegebenenfalls andere naturnah engagierte Stiftungen sollen als Gesellschafter direkt an dem Projekt beteiligt sein. Sie sollen eine Sperrminorität halten, um sicherzustellen, dass die dem Projekt zugrunde liegenden ökologischen Grundsätze auch in Zukunft unverändert beibehalten werden. Der mit Experten besetzte Fachausschuss Ökologie der Stiftung wird dabei kontrollieren, dass das Dauerwaldkonzept auch im laufenden Betrieb adäquat umgesetzt wird.

Literatur

Die-Dauerwaldidee-Alfred-Moeller

Die Dauerwaldidee

Möller, Alfred, Die Dauerwaldidee – Kommentiert und herausgegeben von Wilhelm Bode – Erschienen: im Verlag Matthes & Seitz, Berlin, ISBN: 978-3-95757-963-8

Der Holzweg – Wald im Widerstreit der Interessen-Hans D. Knapp-Siegfried Klaus-Lutz Faehser

Der Holzweg – Wald im Widerstreit der Interessen

Hans D. Knapp, Siegfried Klaus, Lutz Fähser (Hrsg.), 2021 oekom Verlag München, ISBN 978-3-96238-266-7

Tannen-Wilhelm-Bode-Judith-Schalansky

Tannen

Wilhelm Bode, Judith Schalansky (Hg.), Ein Portrait, Reihe: Naturkunden Bd. 67 – Erschienen: im Verlag Matthes & Seitz, Berlin, ISBN: 978-3-95757-948-5

B-A-U-M-Insights

B.A.U.M. Insights:
Artikel „Grüner Wald als Schutz für Klima und Vermögen“

Unternehmensengagement für Wald- und Klimaschutz inkl. Artikel zum bürger:wald:invest.

Zur Webseite
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Bode-Kant-Dauerwald

Wie baut man einen Dauerwald

Bode, Wilhelm, Wie baut man einen Dauerwald – ein Kurzleitfaden für alle, die ihren Forst in einen Dauerwald überführen wollen – Erschienen: im Verlag Natur & Text, ISBN: 978-3-942062-54-1

Forstrecht-ökologisch-ausrichten-Wilhelm-Bode

Forstrecht ökologisch ausrichten

Schluss mit der gesetzlichen Nachhaltigkeitslüge. Ein forstpolitischer Essay von Wilhelm Bode.

Zur PDF

Videos

Für die Aussagen in den nachfolgend aufgeführten Quellen zeichnen allein die Autoren verantwortlich. Wir teilen durchaus nicht jede Aussage, die dort getroffen wird.

Die Waldwirtschaft im Stadtwald Lübeck

Wie Hermann Graf von Hatzfeldt seinen Privatwald ökologisch umbaut

Rückepferde - ökologische Forstwirtschaft im Harz

Vergleich zwischen Nutzwald und Urwald

GENial 03 - Kohlenstoffspeicher Wald

Alleskönner Wald: Lasst die Fichten liegen